Beim Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmer (LBO) sprach der Staatsminister des Innern für Bau und Verkehr, Joachim Herrmann erstmals als "Hausminister" zu den bayerischen Busunternehmern. Auch die neue Umweltministerin Ulrike Scharf ließ es sich nicht nehmen, den wichtigen Branchentreff zu besuchen. Herrmann hob hervor, dass die privaten Verkehrsunternehmen in Bayern einen unverzichtbaren Beitrag für die Mobilität der Bürger leisten - vor allem auch in den ländlichen Regionen. Der Erhalt dieser mittelständischen Strukturen sei ihm daher ein wichtiges Anliegen. Da auch die Busunternehmer Planungssicherheit bräuchten, habe er veranlasst zu überprüfen, wie die Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Zukunft erfolgen könne. Gerade bei der teilweise streitigen Umsetzung von Barrierefreiheit im ländlichen Raum, versprach er, die Förderung müsse "praktikabel" sein.
Beim Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) stand vor allem das Thema Mindestlohn auf dem Programm und sorgte für einen Rekord bei der Teilnehmerzahl. Aufmerksam folgten die Mitglieder den Ausführungen des stellvertretenden NWOGeschäftsführers Christian Gladasch, der die Auswirkungen des neuen Mindestlohngesetzes auf die Entlohnung der Mitarbeiter darstellte. Besonderes Augenmerk galt dabei auch der Frage, ob und wie die Vorschriften mit dem NWO-Tarifvertrag in Einklang zu bringen sind.
Beim Verband Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) war das Jahr gezeichnet vom Tarifkonflikt und den Diskussionen um die ÖPNV-Finanzierung, wie sie die Landesregierung in den Koaliltionsvertrag geschrieben hat. Das Verkehrsministerium beschränkte sich dabei auf die Ausgleichsmittel für den Schülerverkehr, die nach Bundesrecht seit Jahrzehnten an die Verkehrsunternehmen gehen. Allerdings zeigte sich rasch, dass dies die Existenz zahlreicher Busunternehmen im ländlichen Raum dadurch in Frage gestellt würde. Außerdem verändere sich die Schullandschaft momentan so schnell, führte WBO-Geschäftsführer Dr. Witgar Weber aus, dass eine Anpassung des Verkehrs momentan nicht sinnvoll möglich sei. Das Thema wurde bis 2016 vertagt. (akp)