Ludwigsburg. Die Zahl der Gewalttaten im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist im Kreis Ludwigsburg im ersten Halbjahr 2011 um über ein Drittel zurück gegangen, berichtet die „Ludwigsburger Kreiszeitung“. Die Polizeidirektion Ludwigsburg führt dies unter anderem auf die im Frühjahr geschlossene Sicherheitspartnerschaft zurück. Als nächster Schritt stand nun ein spezielles Fahrertraining auf dem Programm. 120 Übergriffe auf Busfahrer und Fahrgäste oder Schlägereien hatte es noch in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres gegeben. Im gleichen Zeitraum dieses Jahres sei die Zahl laut Polizei auf 79 gefallen, berichtet die Zeitung. Das entspreche einem Rückgang um 34 Prozent. Verantwortlich dafür seien nach Einschätzung der Ludwigsburger Polizei die verstärkte Polizeipräsenz „an sicherheitsrelevanten Orten“ und Präventionsmaßnahmen in Bussen. Hinzu kommt erstmals eine spezielle Schulung für Busfahrer. 25 Fahrer nahmen zum Auftakt teil. Zunächst einmal ging es darum, den Fahrern die Rechtsvorschriften zu vermitteln. So erklärte die Polizei den Fahrern das Hausrechte und die Grenzen des Notwehrrechtes theoretisch und an Fallbeispielen. Im praktischen Teil ging es anschließend um Selbstverteidigung und Strategien zur Deeskalation. (sb)
Ludwigsburg: Polizei trainiert Busfahrer
Eine Sicherheitspartnerschaft zwischen Polizei und Busunternehmen sorgt für sinkende Gewalt im Ludwigsburger Personennahverkehr.