MeinFernbus wirbt beim Bundesverkehrsminister für Chancengleichheit

02.05.2013 17:04 Uhr
Ramsauer im Gespräch mit MeinFernbus
© Foto: Verena Brandt/MeinFernbus.

Im Gespräch mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer üben die Geschäftsführer der MFB MeinFernbus GmbH, Torben Greve und Panya Putsathit, deutliche Kritik an der Deutschen Bahn.

Der Bundesminister und MeinFernbus begrüßen, dass der Fernbus-Markt sich insgesamt sehr positiv entwickelt hat. Ramsauer: „Wir erleben nun eine Aufbruchsstimmung. Viele neue Angebote und Strecken im Fernreiseverkehr, so dass man kostengünstig und umweltfreundlich quer durch Deutschland reisen kann. Das schont Geldbeutel und Klima. Der Bus ist damit vor allem eine echte Alternative zum Auto.“ Ramsauer hob hervor, dass seine Erwartungen an die Marktentwicklung bereits übererfüllt wurden.

MeinFernbus hat nach eigenen Angaben seit der Marktöffnung mehr als eine halbe Million Fahrgäste befördert. Dadurch seien bei der MFB MeinFernbus GmbH sowie seinen mittelständischen Kooperationspartnern bereits über 400 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. MeinFernbus kritisiert, dass das aktuelle Wettbewerbsverhalten der Deutschen Bahn AG im Busverkehr die weitere Marktentwicklung behindert und die Existenz mittelständischer Busunternehmen bedroht. Entgegen der Ankündigung, sich auf die Probleme im Kerngeschäft auf der Schiene zu konzentrieren, habe die Deutsche Bahn in den letzten Wochen eigene Fernbuslinien im direkten Wettbewerb zu Fernbuslinien von etablierten mittelständischen Unternehmen eröffnet und dabei „einen sehr aggressiven Preiswettbewerb gestartet“.

Torben Greve, Geschäftsführer von MeinFernbus: „Der deutsche Fernbusmarkt braucht keine Staatsunternehmen. Es gibt bereits zahlreiche private Busunternehmen, die in einem intensiven Wettbewerb mit niedrigen Preisen und hoher Qualität um die Gunst der Kunden konkurrieren. Wir lehnen es ganz klar ab, dass die Deutsche Bahn ihre Gewinne aus dem Quasi-Monopol im Schienenfernverkehr und öffentliche Steuergelder aus dem Regionalverkehr nun nutzt, um mit Dumping-Preisen die Kooperationen von mittelständischen Unternehmen aus dem Markt zu verdrängen.“ Greve weiter: „Die nicht diskriminierungsfreie Vergabe von Haltestellen, auf die die Deutsche Bahn häufig einen direkten oder indirekten Einfluss nehmen kann, führt zu weiteren Wettbewerbsverzerrungen.“ Minister Ramsauer sicherte MeinFernbus seine Unterstützung zu – im Rahmen der anstehenden Novellierung des Eisenbahnregulierungsgesetzes und durch eine Stärkung der Bundesnetzagentur. (ah)

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