Der weiß-blaue Bus wird im Shuttleverkehr zwischen dem ehemaligen Stammlager Auschwitz und dem ehemaligen Lager Birkenau eingesetzt werden. Zuvor fuhr er 15 Jahre im Stadtnetz und hat eine Million Kilometer zurückgelegt. Kürzlich ist er durch eine Neubeschaffung ersetzt worden. „Wir haben das am besten erhaltenen Exemplar herausgesucht und in unseren Werkstätten nochmals überholt. Ich bin daher optimistisch, dass das Fahrzeug zwischen Auschwitz und Birkenau noch einige Jahre gute Dienste tun wird“, so MVG-Chef Herbert König. Der bisher eingesetzte Bus, eine Spende aus Kanada, war nicht mehr fahrtüchtig. Münchens Alt-Oberbürgermeister Dr. Hans-Jochen Vogel, der enge Kontakte zum Internationalen Auschwitz-Komitee pflegt, war bekannt geworden, dass in der Gedenkstätte ein neuer Bus benötigt wird. Mit der Bitte um Hilfe wandte er sich an Oberbürgermeister Ude und MVG-Chef König. Der Bus ist von Herbert König mittlerweile an Krystyna Oleksy, Vizedirektorin der Gedenkstätte übergeben worden, die erklärte: „Der von der MVG übergebene Bus wird dazu dienen, den Besuchern der Gedenkstätte sowohl einen Rundgang durch das ehemalige Stammlager Auschwitz als auch durch das ehemalige Lager Bikenau zu ermöglichen. Wir freuen uns sehr über die Spende aus München und bedanken uns bei Dr. Vogel für die erfolgreichen Vermittlung.“
Münchner Bus für Gedenkstätte
In der Holocaust-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in Polen fährt künftig ein Bus aus dem Liniennetz der Münchener Verkehrsbetriebe.