Der elektrische Gelenkbus vom Typ eCitaro G habe sich in der anspruchsvollen Wiesbadener Topografie sehr gut bewährt, und auch die Fahrerinnen und Fahrer seien sehr zufrieden gewesen, bilanziert die ESWE-Verkehr-Geschäftsführerin Marion Hebding, Die Zwischenbilanz fällt durchweg so positiv aus, dass weitere elektrische Gelenkbusse bestellt werden sollen - das Ausschreibungsverfahren läuft bereits. „Mit der Ausschreibung sechs weiterer Fahrzeuge gehen wir nun den nächsten Schritt unserer Elektrifizierung“, kündigt Hebding an.
Neben dem E-Gelenkbus, der von zwei Radnabenmotoren pro Achse (insgesamt vier Elektromotoren mit 473 PS Leistung) angetrieben wird, befinden sich aktuell 118 elektrische Solofahrzeuge im Bestand des Wiesbadener Mobilitätsdienstleisters. Damit bestreitet ESWE Verkehr derzeit rund 44 Prozent der gesamten Verkehrsleistung. Die Elektromobilität trägt zu einem nachhaltigen ÖPNV in der Hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden bei.
Jahresfahrleistung wie Dieselbus
Die technischen Anforderungen an die neuen Großfahrzeuge orientieren sich am ersten batterieelektrischen Gelenkzug. In der Praxis konnte der eCitaro G im Schnitt rund 250 Kilometer täglich bewältigen, im Sommer kamen durchschnittlich über 320 Kilometer zusammen. Damit erreicht er etwa eine Jahresleistung wie ein Dieselbus.
Anfangs vorwiegend auf innerstädtischen Strecken eingesetzt, wurde der E-Gelenkbus im späteren Verlauf auch in den äußeren Ortsbezirken auf starken Steigungen intensiv erprobt.
Fahrzeuge mit größeren Kapazitäten, die in der Regel auf nachfragestarken Linien eingesetzt werden, spielen im künftigen Fuhrpark und im Rahmen der Liniennetzreform eine wichtige Rolle. Weitere Anschaffungen sind jedoch abhängig von zusätzlichem Platz in Form eines zweiten Betriebshofes.