NWO: 1. Tarifrunde 2011

31.08.2011 16:51 Uhr

Am 24. August 2011 führte der Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen (NWO) mit den Gewerkschaften GÖD und DHV Tarifverhandlungen durch.

Im Einzelnen hatte die Tarifrunde 2011 folgendes Ergebnis: Bei den Lohn- und Gehaltstarifverträgen wurden moderate Steigerungen vereinbart. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2011 steigen die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 2,1 Prozent. Ab 1. Oktober 2012 steigen die Entgelte um 2,0 Prozent. Die Laufzeit der Lohn- und Gehaltstarifverträge beträgt 24 Monate – das heißt, die Tarifverträge können frühestens zum 30. September 2013 gekündigt werden. Im Gehaltstarifvertrag für Angestellte richtete sich die Staffelung des Gehaltes in der Gehaltsgruppe 1 bisher nach dem Lebensalter. Da dies aufgrund des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) unzulässig ist, haben die Parteien eine Umstellung auf die Gruppenzugehörigkeit vorgenommen. Die neuen Staffelungen lauten Anfangsgehalt, zwei Jahre Gruppenzugehörigkeit und vier Jahre Gruppenzugehörigkeit. Im Manteltarifvertrag gab es bisher bei der Urlaubsdauer (§ 14 Abs. 2) ebenfalls eine nach dem AGG problematische Regelung, erklärt der NWO in einem Rundschreiben. In letzter Stufe sei der Höchsturlaubsanspruch auch abhängig vom Alter gewesen. Dies hätte man korrigiert und es gelte mit Wirkung ab 01. Januar 2012, also mit Beginn des Urlaubsjahres, folgende Regelung: „(2) Die Dauer des Erholungsurlaubs beträgt – einschließlich des gesetzlichen Mindesturlaubs – für Arbeitnehmer mit einer Betriebszugehörigkeit von weniger als zwei Jahren 24 Tage zwei und drei Jahren 25 Tage sechs bis sieben Jahren 27 Tage sieben bis neun Jahren 28 Tage zehn bis 14 Jahren 29 Tage mindistens 15 Jahren 30 Tage Stichtag für die Berechnung der Dauer der Betriebszugehörigkeit ist der 1. Januar des laufenden Urlaubsjahres.“ Laut NWO standen Die Tarifverhandlungen diesmal unter dem Vorzeichen der guten Wirtschaftskonjunktur und der hohen Abschlüsse in anderen Branchen. Weiterhin plane die Landesregierung die Verabschiedung eines Tariftreuegesetzes. Ein entscheidender Punkt werde für den NWO dabei sein, dass der NWO-Tarifvertrag als ein repräsentativer Tarifvertrag bei Vergaben von ÖPNV-Leistungen eingestuft werde. Des Weiteren erklärt der NWO: „Momentan argumentiert Verdi, dass unser Tarifvertrag ein Dumpingtarifvertrag sei, bei dem die Abschlüsse weit unter dem üblichen Niveau seien. Schließlich steuert die Branche auf ein Fahrerproblem zu. Wenn der Lohn eines Fahrers nicht mehr ausreicht, eine Familie zu ernähren, dann werden wir langfristig kein qualifiziertes Fahrpersonal für uns gewinnen. Vor diesem Hintergrund stellt der Tarifabschluss einen vertretbaren Kompromiss dar, der sowohl Ihren Belangen als auch denjenigen der Arbeitnehmer Rechnung trägt.“ (NWO/ah)

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