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ÖPNV-Transparenzregister steht online

Im neuen ÖPNV-Transparenzregister können Daten zu allen Aufgabenträgern abgerufen werden
© Foto: rcfotostock/stock.dobe.com

Mehr Klarheit im Wettbewerb um Verkehrsleistungen: Mit dem neuen Transparenzregister werden Kosten und Leistungen im ÖPNV für jedermann einfach sichtbar gemacht.


Datum:
14.11.2019
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Ab sofort kann jeder Verkehrsunternehmer, jeder Politiker und auch jeder Bürger mit wenigen Klicks herausfinden, wieviel Geld eine Kommune für den öffentlichen Nahverkehr ausgibt, wie viel dort pro Einwohner für den ÖPNV und pro Schüler für den Schülerverkehr gezahlt wird, wie viele Kilometer mit dem Linienbus gefahren werden und Vieles mehr. Auch direkte Vergleiche von Kommunen sind einfach möglich. Das Transparenzregister ist zunächst in einer Beta-Version online gegangen und soll fortlaufend aktualisiert werden.

Ein paar wenige Lücken hat die Datenbank noch: "Nicht alle Daten waren recherchierbar, aber es gibt keinen Aufgabenträger, über den es gar keine Daten gibt", sagte der Sprecher des Projetteams, Prof. Dr. Tobias Bernecker zum Start des Registers. Wie hoch die jeweilige Datenqualität ist und ob etwa wegen fehlender Daten auf pauschalierte Schätzwerte zurückgegriffen werden musste, wird dabei im Register jeweils angegeben. „Aus diesem Grund starten wir auch zunächst mit einer Beta-Version, die allen nochmals die Möglichkeit gibt, Daten zu ergänzen, bevor Anfang des kommenden Jahres die endgültige Version online geht“, ergänzte Prof. Dr. Jens Hujer, der im Projektteam das Einstellen der Daten koordiniert.

Zweck des Projektes ist es, die Transparenz zu schaffen, die die Europäische Kommission in Hinblick auf die Vergabe von Verkehrsleistungen ausdrücklich vorgesehen habe, sagte der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Onibusunternehmer (bdo) Karl Hülsmann. "Wir starten damit in ein neues Zeitalter des ÖPNV in Deutschland. Jetzt können sich sowohl Unternehmer als auch Bürger informieren. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse, die wir daraus ableiten können." Erhoben werden die Daten neutral von einem wissenschaftlichen Projektteam aus Forschern der Hochschulen Heilbronn und Worms, so Hülsmann. 

Inititiiert worden ist das Projekt von der privaten Buswirtschaft. Zu den Initiatoren gehören der bdo, Transdev Deutschland, Netinera Deutschland und DB Regio Sparte Bus. Das Register gibt zum Start einen Überblick über den Stand zum Jahr 2017, den aktuellsten verfügbaren Zeitraum. Es ist für die nächsten fünf Jahre vorfinanziert, "aber es ist natürlich sinnvoll, es dann auch fortzuführen", sagte bdo-Geschäftsführerin Christiane Leonard. "Vielleicht steigt ja das Bundesverkehrsministerium noch mit ein."

Die Daten sind abrufbar unter:

https://www.oepnv-transparenzregister.de//

(bub)

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