Die Staatsanwaltschaft macht den Mann dafür verantwortlich, dass im März 2008 14 Schüler im Alter zwischen 13 und 16 Jahren verletzt wurden, als er ohne gültige Fahrlizenz den Bus mit defekten Bremsen gegen eine Hauswand fuhr. Dabei wurden zwei Jugendliche schwer verletzt. Der 71-Jährige bestreitet, von dem Defekt in der Bremsanlage des Busses gewusst zu haben. Dass seine Fahrerlaubnis bereits 2005 abgelaufen gewesen sei, wäre ein Versehen. Er habe beim Antrag auf Verlängerung vergessen, das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen. Laut Polizei hatte ein Gutachter festgestellt, dass zum Zeitpunkt des Unfalls keine Bremsflüssigkeit mehr im Bremskreislauf gewesen war. Sie sei wahrscheinlich über mehrere Tage hinweg durch ein Leck verloren gegangen. Dem Busfahrer hätte dies durch eine Warnlampe am Armaturenbrett und die nachlassende Bremskraft auffallen müssen. Für den Prozess sind zunächst zwei Verhandlungstage angesetzt. Fortgesetzt wird er am 27. Januar.
Prozess gegen Schulbusfahrer eröffnet
Ein 71-jähriger Schulbusfahrer muss sich seit dem 22. Januar wegen 14-facher Körperverletzung vor dem Amtsgericht Weiden verantworten.