Im zweiten Quartal hatte Daimler Buses 13 Prozent weniger Fahrzeuge abgesetzt, im ersten Quartal 20 Prozent weniger. Von Januar bis September summierte sich der Absatz auf 16.498 Busse, 16 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Im Halbjahresbericht hatte Daimler Truck die schwächeren Absatzzahlen vor allem mit wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten in Latein- und Nordamerika erklärt. In der EU30 lag Daimler Buses im ersten Halbjahr auf Vorjahresniveau. Für das Gesamtjahr senkte der Konzern im August seine Absatzprognose auf 20.000 bis 25.000 Busse und verwies auf die anhaltend schwache Marktlage in Lateinamerika und Mexiko. Eine regionale Aufschlüsselung für das dritte Quartal liegt bislang nicht vor. Die vollständigen Quartalsergebnisse will Daimler Truck am 6. November veröffentlichen.
Warum das relevant ist
Daimler Buses gehört zu den prägenden Omnibusherstellern Europas und ist entsprechend für den Industriestandort Deutschland wichtig. In Mannheim entstehen Stadtbusse, Neu-Ulm ist das Kompetenzzentrum für Reisebusse. 2025 erwirtschaftete das Segment weltweit knapp sechs Milliarden Euro Umsatz. Der anhaltende Absatzrückgang gibt deshalb wichtige Hinweise auf die Lage in den Märkten, in denen der Hersteller aktiv ist. Die Halbjahreszahlen zeigen zugleich, dass sich Absatz und Umsatz unterschiedlich entwickeln: Während die verkauften Einheiten um 16 Prozent zurückgingen, blieb der Umsatz mit 2,8 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Der Einbruch betrifft nach den bislang vorliegenden Regionalzahlen vor allem Latein- und Nordamerika. In der EU30 hielt Daimler Buses den Absatz im ersten Halbjahr auf Vorjahresniveau.