Ein erstes Fazit fällt positiv aus. „Die Energiebilanz ist beeindruckend“, teilt der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) mit. Der Dieselverbrauch hätte um bis zu 40 Prozent gesenkt werden können. Bei den VZO ist das Fahrzeug in Uster und Wetzikon im Einsatz, bei der VBG in den Gebieten Zürich Oerlikon, Glattbrugg und Flughafen. Flache Gebiete mit kurzen Haltestellenabständen erwiesen sich als optimaler Einsatzort. Dank häufigem Stopp-and-Go-Verkehr könne der Bus genügend Energie speichern, um anstelle des Dieselantriebs den Elektromotor einzusetzen. Anfängliche Unregelmäßigkeiten in der Elektronik für die Türsteuerung und Klimaanlage hätten behoben werden können. Während fünf Betriebsmonaten wurde der Treibstoffverbrauch gemessen und mit demjenigen von konventionellen Dieselbussen verglichen. Im Durchschnitt verbraucht der Hybridbus nach Angaben des ZVV pro 100 Kilometer 16 Liter weniger Diesel als ein konventioneller Bus. Damit betrage die Treibstoffersparnis bei den beiden Hybridbussen zwischen 30 und 40 Prozent. Die vor dem Test festgelegte Erwartung einer Treibstoffeinsparung von mindestens 25 Prozent sei somit sogar übertroffen worden. Die Anschaffungs- und Unterhaltskosten eines Hybridbusses lägen zurzeit noch über jenen eines konventionellen Dieselbusses. Ob der Hybridbus auch bezüglich ökonomischer Nachhaltigkeit überzeuge, könne zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantwortet werden. Die bisherige Einsatzdauer sei dafür zu kurz gewesen. Der Langzeittest mit beiden Fahrzeugen über die nächsten zwei bis drei Jahre solle Klarheit schaffen, ob die höheren Kosten durch den geringeren Dieselverbrauch kompensiert werden könnten. Für Entscheidungen bezüglich eines allfälligen Ausbaus der „Hybrid-Flotte“ müssten die langfristigen Testresultate abgewartet werden. (ah)
Schweiz: Hybridbusse bestehen Praxistest
Im vergangenen April haben die Verkehrsbetriebe Zürichsee Oberland AG (VZO) und die Verkehrsbetriebe Glattal AG (VBG) zwei Hybridbusse in den fahrplanmäßigen Betrieb aufgenommen.