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smartStation: Intelligente Haltestelle der Zukunft

© Foto: PTV Group

Gemeinsam mit der raumobil GmbH entwickelte die PTV Group Ideen und Visionen, wie die heutigen analogen Haltestellen zu digitalen Knotenpunkten weiterentwickelt werden können.


Datum:
10.04.2018
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Welche Rolle spielt die Haltestelle als Dreh- und Angelpunkt im öffentlichen Personenverkehr (ÖPNV) im smarten Mobilitätsnetz von morgen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur in Auftrag gegebene F+E-Projekt „smartStation – Die Haltestellte als Einstieg in die multimodale Mobilität“.

Während der Forschungsphase ging das Projektteam nach eigenen Angaben zunächst der Frage nach, welche Anforderungen sich an eine intelligente Station stellen. „Für den Nutzer wird eine Haltestelle dann smart, wenn sie auf ihn zugeschnittene, personalisierte Informationen und Services anbieten kann“, erklärt Anette Kindl, die Projektleiterin aus dem PTV Research Team. „Es gilt also, Mobilitätsangebote, Services und Infrastrukturelemente miteinander zu verknüpfen.“

Dafür müssten stationsspezifische sowie übergeordnete Daten und Informationen intelligent vernetzt werden, sodass bisher analoge Elemente wie etwa Infoterminals, Fahrtreppen, Aufzüge oder Schließfächer kommunikationsfähig gemacht werden sollen. „All diese Daten werden in Echtzeit über ein standardisiertes Protokoll in das smartStations-Netzwerk eingebunden“, erläutert Kindl weiter. „Der Nutzer kann sich dann mit Hilfe einer App in die sogenannte Infosphere, also das unmittelbare Umfeld einer smartStation, einloggen und auf diese Informationen und Services zugreifen. Alle angebotenen Verkehrsmittel können intelligent, energie- und kosteneffizient sowie komfortabel genutzt werden.“

Um die Praxistauglichkeit sowie die Umsetzbarkeit der smartStation bewerten zu können, erarbeitete das Projektteam konkrete Anwendungsbeispiele. Christian Reuter, Projektleiter bei der PTV Transport Consult GmbH, sagt: „Eine App könnte einem Pendler, der auf Grund von Verspätungen im ÖPNV seinen Anschluss verpasst hat, beispielsweise Reisealternativen wie freie Carsharing-Autos oder Mitfahrgelegenheiten anzeigen, sobald er an der smartStation ankommt. Grundsätzlich eröffnet die Idee des smartStation-Netzwerks die Möglichkeit, Infrastruktur, Services und Angebote aller Art zu integrieren. Auch Informationen über Aufzugsstörungen oder sichere Aufenthaltsmöglichkeiten für Kinder im Fall von Betriebsstörungen im Nahverkehr. Entscheidend ist, dass die Kommunikation der verschiedenen Akteure an den Stationen deutlich erleichtert wird und sich so neue Möglichkeiten eröffnen.“ (ts)

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