Auch die jüngste Runde der Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den Arbeitgebern habe keinen Durchbruch gebracht, teilten Gewerkschaft und Arbeitgeberverband KAV übereinstimmend mit. Eine Schlichtung, wie sie von der Arbeitgeberseite ins Spiel gebracht worden war, lehnt Verdi ab, womit weitere Warnstreiks möglich sind. Man könne Streiks auch vor der nächsten Verhandlung am 15. April nicht ausschließen, erklärte der stellvertretende Landesbezirksleiter von Verdi, Sinan Öztürk. Auch der KAV befürchtet Warnstreiks, die er als unangemessen bezeichnet.
Etwas Bewegung in den Verhandlungen
In den Verhandlungen gab es aber etwas Bewegung. Die Arbeitgeber teilten mit, sie hätten „ein deutlich verbessertes Angebot vorgelegt“. Bei einer Laufzeit von 24 Monaten habe man mehr als 6 Prozent Entgeltsteigerung geboten, bei einer Laufzeit von 48 Monaten mehr als 9 Prozent und die Reduzierung der Arbeitszeit um eine Stunde. Zudem gebe es bei beiden Varianten Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Damit habe man „die Grenze des Leistbaren erreicht“, so die Arbeitgeber. Mit dem Angebot sind die Arbeitgeber allerdings weit von der ursprünglichen Verdi-Forderung von 668,75 Euro, einer Verkürzung der Arbeitszeit und verbesserten Arbeitsbedingungen entfernt.
Bereits mehrere Warnstreiks in Bayerns Städten
Allerdings heißt es von Verdi aktuell, man sei den Arbeitgebern bei Laufzeit und Höhe der Forderung „einen großen Schritt entgegengekommen“. Konkrete Zahlen nannte die Gewerkschaft dabei nicht. Hintergrund des Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die etwa 9000 Beschäftigten in mehr als 20 Unternehmen deutliche Lohnerhöhungen. Im Zuge der Auseinandersetzung hat es bereits mehrere Warnstreikrunden in zahlreichen bayerischen Städten gegeben, mancherorts wurde der kommunale ÖPNV über mehrere Tage zumindest teilweise lahmgelegt.