Krankheiten und Verletzungen gehören für viele Reisende offenbar zur Urlaubserfahrung. Das geht aus einer repräsentativen YouGov-Befragung im Auftrag der Hanse Merkur hervor. Demnach waren 62 Prozent der Befragten auf Reisen bereits mindestens einmal krank oder verletzt, jeder Dritte (33 Prozent) sogar mehrfach.
Am häufigsten berichten die Befragten von Magen-Darm-Beschwerden (55 Prozent). Dahinter folgen Hautprobleme oder Hitzeschäden wie Sonnenbrand (50 Prozent) sowie Infektionen oder Erkältungskrankheiten (44 Prozent). Auch Verletzungen treten vergleichsweise häufig auf: 27 Prozent der Befragten gaben an, auf Reisen bereits Verstauchungen, Schnittwunden oder Knochenbrüche erlitten zu haben.
Alle Altersgruppen betroffen, Gen Z hat häufiger gesundheitliche Probleme
Laut der Untersuchung betreffen gesundheitliche Probleme im Urlaub alle Altersgruppen. Zwar liegt der Anteil der Betroffenen in der Generation Z mit 68 Prozent etwas höher als bei den Babyboomern (58 Prozent), insgesamt zeigt sich jedoch über alle Generationen hinweg ein ähnliches Bild.
Eine weitere repräsentative YouGov-Befragung untersuchte, wie Reisende mit Erkrankungen während des Urlaubs umgehen. Die Mehrheit setzt demnach zunächst auf Selbstversorgung. 51 Prozent greifen auf eine mitgeführte Reiseapotheke zurück, 43 Prozent suchen eine Apotheke vor Ort auf und 36 Prozent lassen sich ärztlich behandeln. Ein Krankenhausaufenthalt wird deutlich seltener notwendig; ihn nannten zehn Prozent der Befragten.
Neben klassischen medizinischen Anlaufstellen stoßen auch digitale Gesundheitsangebote auf Interesse. Zwar haben 68 Prozent solche Dienste auf Reisen bislang nicht genutzt. Gleichzeitig geben 48 Prozent an, dass digitale medizinische Services in der eigenen Sprache im Ausland ein zusätzliches Sicherheitsgefühl vermitteln würden. 39 Prozent können sich vorstellen, entsprechende Angebote künftig zu nutzen, etwa per Videosprechstunde. Bei den 18- bis 34-Jährigen liegt dieser Anteil mit 47 Prozent höher.
Gleichzeitig bestehen Vorbehalte: 46 Prozent der Befragten bezweifeln, dass digitale Behandlungen ebenso zuverlässig sind wie eine persönliche Untersuchung.
Die Hanse Merkur verweist darauf, dass insbesondere im Ausland Sprachbarrieren oder ungewohnte Gesundheitssysteme den Zugang zu medizinischer Versorgung erschweren können. Der Versicherer bietet seinen Reiseversicherten nach eigenen Angaben seit dem Frühjahr digitale Gesundheitsservices an.
Die Ergebnisse basieren auf zwei repräsentativen Online-Befragungen der YouGov Deutschland GmbH unter jeweils rund 2.000 Personen ab 18 Jahren im Zeitraum Mai bis Juni 2026.