VDV: ÖPNV chronisch unterfinanziert

16.06.2009 18:00 Uhr
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© Foto: ddp

Der ÖPNV in Deutschland ist chronisch unterfinanziert. Das hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen VDV auf seiner Jahrestagung in Rostock betont.

„Mit Blick auf den Klimawandel und die Ressourcenknappheit wollen und müssen wir die vorhandenen Standards erhalten und effizient weiterentwickeln“, so VDV-Präsident Günter Elste. Aus diesem Grund hätten der Deutsche Städtetag, 13 Länder und der VDV gemeinsam eine Studie zum „Finanzierungsbedarf des ÖPNV bis 2025“ in Auftrag gegeben. Ziel war es, Basismaterial für eine faktenbasierte politische Diskussion über die Zukunft der Finanzierung des ÖPNV in Deutschland zu erhalten. Elste betonte, dass der Öffentliche Verkehr ein wichtiger Standortfaktor für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands sei: „Ohne den Öffentlichen Verkehr stünde Deutschland vielerorts still: 28 Millionen Fahrgäste nutzen jeden Tag den ÖPNV. Sie ersparen Deutschland damit über 18 Millionen Autofahrten. Und die auf der Schiene beförderten 650 Millionen Tonnen Güter würden die Straßen jährlich mit einer Lkw-Schlange von 1,3 Millionen Kilometern belasten.“ Die Studie habe außerdem ergeben, dass über 500.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt vom Öffentlichen Personennahverkehr und Schienengüterverkehr abhingen. „Das sind lokal gebundene Arbeitsplätze, die sich nicht mal schnell ins Ausland verlagern lassen. Während die Automobilindustrie sich ihre Zahlen gerade um die Ohren hauen lassen muss, sind unsere Zahlen aktuell und seriös errechnet worden“, sagte Elste.

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