„ÖPNV ist Daseinsvorsorge und somit eine Aufgabe der öffentlichen Hand und der Aufgabenträger. Die Politik muss im Nahverkehrsplan die Ziele im ÖPNV festlegen und die Qualität und Leistungsfähigkeit des ÖPNV verantworten.“ Dies betonte Verkehrsstaatssekretär Carsten Kühl auf der 37. Versammlung der VDV-Landesgruppe Südwest in Worms. Den Aufgabenträgern komme die entscheidende Funktion zu, den Begriff der „ausreichenden Verkehrsbedienung“ mit Qualitätskriterien zu füllen und inhaltlich zu definieren. Neben der Anpassung des Rechtsrahmens steht der ÖPNV vor weiteren großen Herausforderungen. Die demografische Entwicklung durch eine zunehmend alternde Gesellschaft, wachsende Anforderungen an eine Umweltverträglichkeit der Verkehrsmittel sowie im Langfristtrend steigende Treibstoff- und Energiepreise sind Schlüsselthemen, die von den Verantwortlichen im ÖPNV in den nächsten Jahren gelöst werden müssen. Dabei stelle die Sicherung des ÖPNV gerade in den eher ländlich strukturierten Regionen des Landes eine besondere Herausforderung dar. Auch müssten die Chancen der neuen Kommunikationstechnologien für einen besseren Kundenservice beispielsweise bei der Fahrplaninformation und bei der Information der Fahrgäste in Echtzeit verstärkt genutzt werden. „Damit diese Herausforderungen gemeistert werden, ist Innovationskraft vor allem von Verkehrsplanern, Fahrzeugherstellern, Wissenschaftlern, der Politik aber auch bei den Verkehrsbetrieben selbst gefragt“, stellte Kühl fest.
VDV-Südwest: ÖPNV vor großen Herausforderungen
Verkehrsstaatssekretär Carsten Kühl auf der 37. Versammlung der VDV-Landesgruppe Südwest in Worms.