Vergleich der Fernbusbahnhöfe in Deutschland

01.04.2014 14:16 Uhr
ZOB Frankfurt
©Foto: FlixBus

Der Fernbusboom impliziert neue Anforderungen für Busbahnhöfe in Deutschland. Über 5.500 FlixBus-Fahrgäste wurden daher bundesweit zur Kundenfreundlichkeit des Standorts und Ausstattung der aktuellen Fernbushalte befragt.

Fazit: „ZOB ist nicht gleich ZOB“. Während Busbahnhöfe in Hamburg, Chemnitz und Mannheim gute Noten für die Ausstattung erhalten, gibt es bei Haltestellen in Köln/Deutz, Gießen und Bremen Grund zur Beanstandung. Hauptkritikpunkte: fehlender Wetterschutz, schlechte ÖPNV-Anbindung oder mangelnde Information. FlixBus-Geschäftsführer André Schwämmlein: „Die Ansprüche der Fernbusnutzer an die Ausstattung ihres Abfahrtsort sind nicht übertrieben. Ein Fernbushalt sollte zumindest ein Dach über dem Kopf bieten. Wir als Anbieter müssen uns um die nötige Information durch Fahrplanaushänge vor Ort kümmern.“ Zentrale Omnibusbahnhöfe in Hamburg, München und Mannheim informieren bereits mittels elektronischer Anzeigetafel, am ZOB Berlin gibt es außerdem Verspätungsmeldungen per Lautsprecherdurchsage. FlixBus-Nutzer mit Smartphone haben zusätzlich die Möglichkeit, sich per mobiler App über Verspätungen und die genaue Lage ihrer Haltestelle zu informieren.

In Bezug auf den Standort wurde die große Mehrheit der Fernbushalte mit „sehr gut“ bis „gut“ bewertet. Hier landet die Licher Straße in Gießen mit einem „ausreichend“ allerdings auf dem letzten Platz und auch die Halte Köln/Deutz und am Stuttgarter Flughafen sind aus Fahrgastsicht lediglich „befriedigend“. FlixBus-Geschäftsführer André Schwämmlein: „Die Attraktivität der Mobilitätsalternative Fernbus steht und fällt mit Erreichbarkeit der Haltestelle. Knapp drei Viertel der Reisenden nutzen den öffentlichen Nahverkehr zum Abfahrtsort ihres Fernbusses. Eine Verbannung in die Peripherie ist hier nicht die Lösung. Eine Haltestelle am Flughafen, bei der das ÖPNV-Ticket in die Innenstadt mehr kostet als die gesamte Fernbusreise, ist für unsere Kunden keine Alternative.“

Haltestellen wie Frankfurt, Dresden und Köln Hauptbahnhof schneiden zwar bei der Standortbewertung mit „sehr gut“ ab, haben allerdings bereits erste Kapazitätsengpässe. Entgegen anderslautender Prognosen ist ein Ende des Netzausbaus noch nicht in Sicht. Allein FlixBus erweitert in diesem Frühling um rund 300 Relationen. André Schwämmlein: „Hier ist eine zeitnahe Lösung wichtiger als kostspielige Bauprojekte. Entsprechend dem Leitmotiv der Mobilitätsalternative Fernbus glauben wir auch bei Lösung der Haltestellenfrage daran, dass man mit kleinem Budget hier viel bewegen kann. Dann lässt sich auch schneller die Lage in den Problemstädten verbessern. Dazu stehen wir Kommunen gerne für Gespräche zur Verfügung.“

Die Studie zur Kundenfreundlichkeitder deutschen Fernbusbahnhöfe ist einsehbar unter https://www.flixbus.de/data/Pressemitteilungen/140325_Studienergebnisse_Ranking%20Fernbushalte%20Deutschland.pdf.(ah)

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