Ob Umsatz, Fahrgastzahlen, Defizit, Kostendeckungsgrad oder Kundenzufriedenheit – der Mobilitätsdienstleister in der Metropolregion Hamburg erzielt durchweg Spitzenwerte. So stieg der Umsatz der VHH auf 108,4 Millionen Euro und damit um 1,56 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den Fahrgastzahlen konnte ein Allzeithoch verbucht werden. 107,7 Millionen Fahrgäste (ein Plus von 1,57 Prozent) vertrauten auf die moderne Beförderungsdienstleistung der VHH – und waren überaus zufrieden. Nach einer von tns Infratest durchgeführten Befragung lag die Gesamtzufriedenheit für die VHH bei 2,62 – ein besserer Wert als der ÖPNV-Bundesdurchschnitt von 2,92. Das Defizit fiel mit 14,4 Millionen Euro etwas höher aus als im Vorjahr, zählt aber laut VHH in der Branche nach wie vor zu den niedrigsten überhaupt. Der damit verbundene Kostendeckungsgrad von 89,12 Prozent sei ein Spitzenwert in der Branche.
Die positiven Zahlen seien Ergebnis einer langfristigen Strategie: „Fahrgäste lediglich von A nach B zu bringen reicht heute nicht mehr, um den Ansprüchen einer Metropolregion gerecht zu werden. Die Fahrgäste wollen Mehrwerte erfahren und jederzeit umfassend informiert sein. Deshalb sind wir kreativ und investieren kontinuierlich. Wir sind aber ebenso gefordert, unsere Dienstleistung hocheffizient zu erbringen und politischem Gestaltungswillen zu entsprechen. In diesen wichtigen Bereichen sind wir durchweg gut aufgestellt“, ist sich Dr. Thomas Becker, Sprecher des Vorstandes der VHH, sicher.
Auch für die kommenden Jahre wird von einer steten Steigerung der Fahrgastzahlen ausgegangen, ein bis zwei Prozent pro Jahr sei hier eine realistische Größenordnung. Die Premium Metrobus-Linie 3, die einmal diametral von Nordwest nach Südost durch die Hansestadt fährt, ist mit Abstand die meist genutzte Linie der VHH und konnte in 2013 einen signifikanten Fahrgastanstieg von zehn Prozent verzeichnen. Die Kapazitätsgrenzen vieler Linien sind annähernd erreicht, deshalb will die VHH im Rahmen des Hamburger Busbeschleunigungsprogramms vor allem die Kapazitäten vieler Buslinien deutlich steigern. Dafür werden unter anderem verstärkt moderne Gelenkbusse zum Einsatz kommen. „Urbane Mobilität wird zunehmend ökologisch ausgerichtet sein, ein Trend, den wir aktiv mit gestalten. Mit der Linie 48 wird die VHH Hamburgs erste durchgängig rein elektrisch befahrene Buslinie betreiben. Gerade im engen Treppenviertel von Blankensee werden die Menschen als erste ein Plus an Lebensqualität durch abgasfreie und leise Fahrzeuge erleben“, betont Dr. Thomas Becker die Anstrengungen der VHH. Dies sei ein erster, wichtiger Schritt auf dem Weg zum Ziel, ab 2020 ausschließlich emissionsfreie Fahrzeuge zu bestellen und damit wegweisende ökologische Mobilität anzubieten. (ah)