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„Visionen für die Mobilitätswende“: mib gibt Leitfaden heraus

Der Leitfaden "Visionen für die Mobilitätswende" kann im Internet heruntergeladen werden.
© Foto: iStock/LightFieldStudios und mib

Das Mobility Institute Berlin (mib) hat „Visionsentwickler“ aus Politik, Verwaltung und Nahverkehr dazu befragt, wie Städte, Kommunen und ÖPNV Unternehmen Visionen für die Umsetzung der Mobilitätswende nutzen können. Ziel sei, nachhaltige Mobilität zu fördern und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.


Datum:
15.06.2022
Autor:
Judith Böhnke
Lesezeit: 
3 min
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„Städte, in denen die Mobilitätswende gelingt, haben eine klare Vision. Wir möchten Städte, Politiker*innen und Verkehrsunternehmen mit unserer Untersuchung dazu motivieren, selbst mutig voranzuschreiten“, so mib Geschäftsführer und Leiter der Untersuchung Dr. Jörn Richert. „Es gibt eine Vielzahl inspirierender Best Practices auf der Welt, von deren Erfahrungen wir profitieren können. Beispiele wie Paris und Hamburg zeigen: Mit einer guten Mobilitätsvision lassen sich sogar Wahlen gewinnen.“

Visionen als „Governance-Werkzeuge“

Die Mobilitätswende biete die Chance, den öffentlichen Raum in Städten neu zu gestalten. Die Corona-Pandemie habe die Mobilitätswende in Deutschland jedoch in vielen Bereichen ausgebremst. Richert fordert daher „ambitionierte Visionen für die Mobilitätswende und eine Verwaltung, die diese konsequent umsetzt“. In mib-Leitfaden würden daher nicht nur „großartige“ Erfolgsgeschichten präsentiert. Es würde vielmehr gezeigt, wie Visionen als handfeste Werkzeuge eingesetzt werden könnten. „Wenn es gelingt, die Menschen hinter einem positiven Zukunftsbild zu vereinen, wird es leichter, sich gemeinsam auf dieses Ziel hinzubewegen, dabei bewusst Prioritäten zu setzen und so die Mobilitätswende auf die Straße zu bringen.“

Das klingt sehr nach „zeige dem Menschen, was er wollen soll“ – und ist mithin ein zweischneidiges Schwert. Denn was dem einen in Sachen Mobilität schmeckt, kann der andere schwer schlucken. „Visionen“ haben es also aus sich selbst heraus in sich. An „Visionen“ hat sich auch schon mancher ver-schluckt. Und da eine „Vision“ laut mib immer drei zentrale Funktionen erfülle, lohnt es sich, genauer hinzusehen. So meint das mib, dass eine „Vision“ Stakeholder hinter einem gemeinsamen Ziel vereine, strategisch finanzielle und personelle Ressourcen bündele und Resilienz in Krisenzeiten schaffe. „Stakeholder“ sind „Interessengruppen“ – was in Bezug auf jede „Vision“ eine Güterabwägung erforderlich macht. Und wer beurteilt, welche Güter oder „Interessen“ es aus welchen Gründen wert oder unwert sind, berücksichtigt zu werden?

Dennoch erscheint die Untersuchung im Ergebnis interessant. Sie berücksichtigt Städte unterschiedlicher Größe und widmet sich neben bekannten Beispielen wie Kopenhagen, Barcelona oder Paris auch weniger beachteten Destinationen wie Rethymno in Griechenland oder Kruševac in Serbien. Der Leitfaden beschreibt, wie die entsprechenden „Visionen“ gestaltet und institutionell verankert wurden, um als Steuerungsinstrumente dienen zu können. Daraus ließen sich Tipps zur Formulierung von „Visionen“ ableiten, um Bürger und Stakeholdern in den Entwicklungsprozess einzubeziehen, die „Vision“ in eine Strategie zu überführen und finanzielle Mittel freizusetzen. 

Download Leitfaden „Visionen für die Mobilitätswende“

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