Dies sagte Winfried Hermann, Baden-Württembergs Minister für Verkehr und Infrastruktur, am 15. Februar bei der Inbetriebnahme von vier vom Land geförderten Elektrobussen in Esslingen. „Im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität II bezuschusst das Land die Mehrkosten eines elektrischen Antriebs bei Hybrid- und Elektrobussen. Damit wollen wir erreichen, dass sich noch mehr Städte und Kommunen für den Einsatz umweltschonender Nahverkehrsmittel entscheiden. Seit über 70 Jahren fahren die Oberleitungsbusse in Esslingen elektrisch und sind damit schon lange Vorreiter der nachhaltigen Mobilität. Die vier neuen Elektrobusse hingegen gehen noch einen Schritt weiter: Sie kommen auch ohne Oberleitungen aus“, so Minister Hermann. Das Land fördert die vier Esslinger Busse mit insgesamt 600.000 Euro.
„Die Hybridtechnik der Oberleitungsbusse macht den Einsatz der Fahrzeuge deutlich flexibler, weil sie nicht dauerhaft auf die fixe Infrastruktur angewiesen sind. Trotzdem fahren sie zu hundert Prozent elektrisch – das ist eine echte Innovation. Deswegen hat der regionale Wirtschaftsausschuss sofort entschieden, die Elektro-Hybrid-Busse in Esslingen in das Förderprogramm Modellregion für nachhaltige Mobilität 2013 aufzunehmen. Die Region übernimmt knapp 400.000 Euro der Kosten, um eine Lücke zu schließen oder besser gesagt, eine Lücke in der Oberleitung zu ermöglichen“, sagte Thomas Bopp, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart. Der Verband Region Stuttgart hat seit 2012 rund sechs Millionen Euro gegeben, um innovative Mobilitätsprojekte in der Region voranzubringen.
Der Städtische Verkehrsbetrieb Esslingen am Neckar realisiert die Beschaffung der Busse im Rahmen des Projekts „TrolleyPlus – Batteriegestützter OBus Esslingen“. Bei den beschafften Bussen handelt es sich um Elektro-Hybrid-Gelenk-Trolleybusse des Herstellers Solaris mit einer Länge von 18,75 Metern. Diese wurden um die elektrische Traktionsausrüstung und Energiespeicherkomponenten durch die Vossloh Kiepe GmbH aufgerüstet.
Busunternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg profitierten von einer Förderung in Höhe von 50 Prozent der Mehrkosten eines elektrischen Antriebs, maximal 150.000 Euro pro Bus. (ah)