Der Markt habe sich in den vergangenen Monaten nicht gut weiterentwickelt, so das zuständige Conti-Vorstandsmitglied Hans-Joachim Nikolin auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Vor allem in Europa und Nordamerika hätten sich die Märkte abgeschwächt. Dies hinterlasse deutliche Spuren im Bereich Nutzfahrzeugreifen. Conti hatte deshalb Kapazitäten abgebaut und Stellen gestrichen, meldet die dpa. So hatte das Unternehmen an seinem Stammsitz Hannover die Produktion von Lkw-Reifen eingeschränkt und rund 120 Stellen gestrichen. Ein weiterer Stellenabbau ist derzeit laut Nikolin nicht geplant. Eine Aussage zur weiteren Ergebnisentwicklung machte Nikolin nicht. Im ersten Halbjahr dieses Jahres war das operative Ergebnis der Nutzfahrzeugsparte um mehr als die Hälfte auf rund 28 Millionen Euro gesunken. Die Umsatzrendite lag bei 4,2 Prozent, nach 8,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Damit lag sie weit von der internen Zielmarke von zehn Prozent entfernt. Der Umsatz der Sparte sank insbesondere wegen des schwachen US-Marktes um drei Prozent auf rund 685 Millionen Euro. Neben der Konjunkturentwicklung stellten insbesondere die hohen Rohstoffpreise und die verschärften Emissionsregelungen neue Herausforderungen für die Industrie dar, hieß es. Conti verfüge über eine große Bandbreite von Produkten, die den Kraftstoffverbrauch senkten.
Conti: Nutzfahrzeuggeschäft bleibt schwach
Die schwächelnde Nutzfahrzeugsparte bleibt ein Sorgenkind des Autozulieferers Continental.