Daimler plant Rückkehr in die Gewinnzone

20.03.2013 14:15 Uhr
Daimler
© Foto: Daimler

Daimler Buses erwartet für das Jahr 2013 steigende Absätze und rechnet gleichzeitig mit einer Rückkehr in die Gewinnzone, wie Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses, ankündigte.

Seinen Optimismus zieht er zum einen aus den zum Teil neuen Produkten, zum anderen aus dem Wachstums- und Effizienzprogramm „GLOBE2013“. Auch wenn das Marktumfeld vor allem in Europa sehr herausfordernd bleiben dürfte, andere wichtige Absatzmärkte wie Brasilien sollten auf den Wachstumspfad zurückkehren, so Schick.

Insbesondere aufgrund der schwierigen Lage auf wichtigen Absatzmärkten wie Brasilien und Westeuropa waren die Verkäufe von Daimler Buses im Jahr 2012 zurückgegangen. Abgesetzt wurden weltweit 32.100 (Vorjahr: 39.700) Busse und Fahrgestelle, wobei die Marktführerschaft in den Kernmärkten im Segment für Busse mit einem zulässigen Gesamtgewicht über acht Tonnen verteidigt werden konnte. Das gegenüber dem Vorjahr niedrigere Volumen resultierte insbesondere aus der rückläufigen Geschäftsentwicklung bei Fahrgestellen in Lateinamerika. Ziel sei es, in den Segmenten, in denen man in einen Markt gehe, auch Marktführer zu werden. Durch den insgesamt schrumpfenden Markt konnte Daimler Buses seinen Marktanteil in vielen Ländern sogar steigern, wie beispielswiese in Westeuropa. Hier schrumpfte die Nachfrage auf das niedrigste Volumen seit 20 Jahren. Der Absatz von Daimler Buses lag dennoch mit 5.900 Einheiten auf Vorjahresniveau und erhöhte dadurch den Marktanteil von 27 auf 28 Prozent. „Wir unterstützen das mit den richtigen Modellen zur richtigen Zeit“, unterstrich Schick bei der Pressekonferenz. So habe man als Folge der geänderten Nachfrage den Überlandbus Intouro auch in Westeuropa positioniert. Insgesamt hob er hervor, dass es bei den Investitionen in die Produktetwicklung trotz Umsatzrückgang keine Abstiche gab.

Der Umsatz von Daimler Buses insgesamt verminderte sich 2012 um 0,5 Milliarden auf 3,9 Milliarden Euro. Das EBIT lag mit -232 Millionen Euro deutlich unter dem Wert des Vorjahres von plus 162 Millionen Euro. Ein Teil der Aufwendung sei jedoch einmalig für die Neuausrichtung gewesen, so Schick. Im Rahmen der Initiative GLOBE2013 zur Realisierung weiterer Wachstumspotenziale und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit insbesondere in Europa wurden unter anderem Kosteneinsparungen im mittleren zweistelligen Millionenbereich erzielt. Zwei Drittel der geplanten 650 Stellen seien bereits abgebaut worden. Weitere Veränderungen gab es bei der Optimierung des Produktionsnetzwerkes: Die Fertigung des Reisebusses Mercedes-Benz Travego wurde im türkischen Werk in Hoşdere konzentriert. Mannheim ist inzwischen das Kompetenzzentrum Rohbau. Die Rohbauteile selbst kommen aus dem tschechischen Werk in Holýšov. Das Werk im französischen Ligny wurde auf Montage umgestellt. Und Neu-Ulm ist seit dem letzten Jahr für die Lackierung verantwortlich. Zudem wurde eine neue Vertriebsstruktur etabliert (siehe: http://www.omnibusrevue.de/neue-vertriebsstruktur-deutschland-bei-daimler-buses-1231866.html). (akp)

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