Die Stuttgarter verhandelten mit der russischen Investmentbank Troika Dialog nur noch über den Erwerb von 10 statt ursprünglich 42 Prozent, sagte ein Mitglied des Kamaz-Betriebsrates am Donnerstag Angaben der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Grund seien Einbußen von Daimler aufgrund der Weltfinanzkrise, berichtet dpa. Eine Daimler-Sprecherin wollte sich dazu nicht äußern. Bis spätestens Ende Dezember werde Daimler aber darüber entscheiden, ob sich das Unternehmen an Kamaz beteilige oder ein eigenes Werk in Russland baue. Sollte der Autobauer tatsächlich nur zehn Prozent erwerben, sei aber ein späteres Aufstocken kein Problem, sagte das Betriebsratsmitglied. Bereits im September hatten Moskauer Medien berichtet, Daimler wolle den angeblich bereits vereinbarten Preis von zwei Milliarden Dollar (rund 1,6 Mrd Euro) für die 42 Prozent drücken. Die Gespräche über eine mögliche Beteiligung an Kamaz hatten im zweiten Quartal begonnen.
Daimler will nur zehn Prozent von Kamaz
Die weltweiten Turbulenzen auf den Automärkten zwingen Daimler angeblich dazu, die Pläne für sein Engagement beim russischen Lkw-Marktführer Kamaz zurückzufahren.