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Dieselskandal: Jetzt auch viele Minibusse betroffen

VW erkennt offenbar an, dass es zu Manipulationen bei dem T5 kam, und bietet finanzielle Unterstützung bei Hardware-Nachrüstungen an
© Foto: halloAnwalt GmbH & Co. KG

Immer mehr Kleinbusse wie der VW Bulli oder der Fiat Ducato sind vom Dieselskandal betroffen. Illegale Abschalteinrichtungen berechtigen den Käufer zu Schadensersatz, Kanzleien wie Kraus Ghendler Ruvinskij bieten eine kostenlose Erstberatung an.


Datum:
11.05.2021
Autor:
dpa/Anja Kiewitt
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Kleinbusse geraten immer stärker in den Strudel des Dieselskandals. Wie neue Messungen zeigen, kommen immer mehr "Abschalteinrichtungen" auch bei Vans namhafter Hersteller ans Licht, teilt die Verbraucherkanzlei Kraus Ghendler Ruvinskij mit. "Wer ein so teures Fahrzeug kauft, darf erwarten, dass keine illegale Technik darin verwendet wird", erklärt Ilja Ruvinskij, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei. Allein dadurch, dass jetzt Stilllegungen oder verpflichtende Nachrüstungen in Rede stünden, bestehe Handlungsbedarf. "Betrachtet man alle Vor- und Nachteile einer Umrüstung, bleibt der Klageweg die bessere Lösung", empfiehlt Ruvinskij. Betroffene Käufer könnten ihre Ansprüche auf eine Entschädigung vorab kostenlos anwaltlich prüfen lassen. 

Modelle von VW, Mercedes und Fiat betroffen

Betroffen seien etwa die Kult-Minibusmodelle VW T5 und T6. Volkswagen bietet für den T5 finanzielle Unterstützung bei Hardware-Nachrüstungen an, die aber nicht alle Kosten abdecken. Laut Ruvinskij zeigen aktuelle Urteile zum T5, dass die Rechtsprechung bei Klagen von Bulli-Besitzern zugunsten des Kunden tendiere. Auch beim T6 mit dem Motor EA288 seien illegale Abschalteinrichtungen festgestellt worden. Das Oberlandesgericht Naumburg (Az. 8 U 68/20) habe VW gerade im Falle eines EA288 verurteilt. Zuvor hatte auch das OLG Köln den Wolfsburger Hersteller verurteilt (Az. 19 U 151/20, Versäumnisurteil). Auch bei bekannten Mercedes-Modellen wie dem Vito und dem Viano sei es zu ersten Gerichtsurteilen gekommen. Bei Fiat beziehungsweise dem Stellantis-Konzern sollten in erster Linie Besitzer eines Fahrzeugs auf Ducato- oder Iveco-Basis hellhörig werden, sagt Ruvinskij.

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