MAN: Samuelsson will durchgreifen

05.06.2009 07:07 Uhr
Samuelsson
©Foto: ddp

MAN-Chef Hakan Samuelsson will in der Schmiergeld-Affäre des Konzerns konsequent durchgreifen.

„Gesetzes- oder regelwidriges Verhalten wird nicht geduldet und zieht sowohl organisatorische als auch personelle Konsequenzen nach sich“, zitiert die Nachrichtenagentur dpa Samuelsson aus einem im Intranet des Unternehmens veröffentlichten Interview. Es gehe dabei nicht darum, „einzelne nach vorn zu stellen“, sondern Fehlverhalten zu verhindern. Nicht Marktanteil und operative Marge stünden für den Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern im Mittelpunkt, sondern ein sauberes Geschäft. „Kriminelle Energie darf bei MAN keine Chance haben.“ Die Staatsanwaltschaft München geht von einem jahrelangen Schmiergeldsystem bei MAN aus. Mit einer Großrazzia war die Affäre Anfang Mai ins Rollen gekommen. Allein in Deutschland werden für die Jahre 2002 bis 2005 Zahlungen von rund einer Million Euro geprüft. Im Ausland soll es um rund 13 Millionen Euro gehen. Mitte Mai hatte der Vertriebsvorstand der Nutzfahrzeugsparte, Peter Erichreineke, vorläufig seinen Posten geräumt. Für die Flaute auf dem Nutzfahrzeugmarkt sieht Samuelsson den Konzern trotz drastischer Auftragseinbrüche gewappnet. „2009, das ist klar, wird ein sehr schwieriges Jahr“, räumte er ein. Gegensteuern will er mit Kurzarbeit und einem bereits angekündigten Sparprogramm. „Ich bin zuversichtlich, dass MAN gestärkt aus der Krise hervorgeht“, sagte Samuelsson.

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