Barkow Leibinger Architekten, Berlin (Foto 1), und Behnisch Architekten, Stuttgart (Foto 2), sind die gleichrangigen Gewinner des Architekturwettbewerbs für den Neubau der Konzernzentrale der Daimler AG in Stuttgart-Untertürkheim. Unter dem Vorsitz von Prof. Matthias Sauerbruch, Professor an der Harvard Graduate School of Design, Cambridge, USA, hat die Jury bestehend aus Architekten, Vertretern der Stadt Stuttgart und der Daimler AG eine einstimmige Entscheidung getroffen. Die Jury hatte unter sieben hervorragenden Entwürfen zu wählen. Entscheidende Kriterien waren insbesondere die Qualität in der Auseinandersetzung mit dem Thema „Nachhaltigkeit“ sowie die städtebauliche Einordnung des Gebäudes in die Werkstruktur und seine Präsenz im Neckartal.
Umsetzung wegen Finanzkrise verschoben
Die Entwürfe der beiden Architekten werden zunächst nicht umgesetzt. Der Vorstand der Daimler AG hatte bereits Mitte November beschlossen, den Neubau der Konzernzentrale in Stuttgart-Untertürkheim zu verschieben. Angesichts der aktuellen Situation auf den Finanz- und Gütermärkten ist die Investition in eine neue Konzernzentrale derzeit das falsche Signal. Vorrang haben Investitionen in neue Produkte und Zukunftstechnologien. Sobald ein neuer Termin für den Neubau feststeht, werden beide Architekturbüros mit einer Überarbeitung ihrer Entwürfe beauftragt. Danach wird der Vorstand entscheiden, welcher der beiden Entwürfe umgesetzt wird.