Der Kurs der Daimler-Aktie war nach Bekanntgabe und Vollzug der Trennung vom maroden US-Autobauer Chrysler zunächst auf bis zu 78 Euro geklettert. Mittlerweile ist er wieder dort, wo er herkam: bei rund 53 Euro. Das niedrige Kursniveau könnte strategische Aktionäre mit hohem Cash flow zum Einstieg ermuntern, um künftig einen maßgeblichen Einfluss auszuüben wie beispielsweise im Fall Porsche/VW. "Wir können uns mit der erreichten Flughöhe nicht zufrieden geben", sagte Vorstandschef Dieter Zetsche laut "Capital" auf einer internen Veranstaltung. "Unsere Investoren tun es auch nicht. Nur wer ausschöpft, was in ihm steckt, bleibt auf Dauer unabhängig." Mit ehrgeizigen Zielen für die Umsatzrendite von im Schnitt zehn Prozent für Mercedes-Benz Cars und acht Prozent für Daimler Trucks ab dem Jahr 2010, weiter steigenden Dividenden in den kommenden Jahren und einem weiteren Aktienrückkauf-Programm, das auf der Hauptversammlung am 9. April beschlossen werden soll, will der Vorstand den Aktienkurs nach oben treiben. Der Konzernumsatz soll künftig pro Jahr um mehr als fünf Prozent zulegen.
Sorgt sich Daimler um niedrige Aktienbewertung?
Angesichts des aktuell mageren Börsenkurses wächst im Daimler-Vorstand offenbar die Sorge vor unerwünschten Investoren. Dies berichtet das Wirtschaftsmagazin Capital in seiner aktuellen Ausgabe (Heft 7/2008).