VW kann weitere Scania-Aktien auch über die bisher geltende Grenze von 49,99 Prozent übernehmen, ohne den Aktionären ein Übernahmeangebot vorlegen zu müssen. Dies teilte Schwedens Aktienaufsicht am 28. September mit. VW hält derzeit 36,4 Prozent der Stimmrechtsanteile beim schwedischen Lkw- und Bushersteller und ist damit größter Scania-Eigner. Eine VW-Sprecherin in Wolfsburg sagte zum Beschluss der Finanzaufsicht, es handle sich um eine Formalie. Mit Blick auf die geplante Lkw-Allianz zwischen VW, MAN und Scania gebe es nichts Neues. VW will Scania mit MAN und der eigenen LKW-Produktion in Brasilien zu einem Verbund unter eigenem Dach zusammenbringen. Bei MAN ist VW mit knapp 30 Prozent ebenfalls größter Anteilseigner. Im vergangenen Jahr war MAN-Chef Håkan Samuelsson mit einem Übernahmeversuch bei Scania am Widerstand der schwedischen Finanzgesellschaft Investor und anderer heimischer Scania-Großaktionäre gescheitert.
VW darf mehr Scania-Aktien kaufen
Nichts Neues zur Allianz VW, Scania und MAN