Die Untersuchung der Kommission ergab, dass die Übernahme keine erhebliche Beeinträchtigung des wirksamen Wettbewerbs im Europäischen Wirtschaftsraum zur Folge haben wird. Es wird damit nicht zu Überschneidungen bei dem jeweiligen Kerngeschäft der Unternehmen kommen. Volkswagen stellt vorwiegend Pkw und leichte Nutzfahrzeuge her, ein Marktsegment in dem Scania nicht aktiv ist. Volkswagens Minderheitsbeteiligung an MAN wird sich nach Ansicht der EU-Kommission nicht nachteilig auf den Wettbewerb auswirken. Die Aktivitäten von Volkswagen als Lkw- und Bushersteller beschränken sich auf Zentral- und Südamerika, dagegen ist Scania vorwiegend auf den europäischen Märkten vertreten. Die einzige Überschneidung besteht bei der Herstellung von Dieselmotoren für die Industrie und die Schifffahrt. Da es sich jedoch lediglich um marginale Überschneidungen handelt, ist die EU-Kommission zu dem Schluss gelangt, dass das geplante Vorhaben auf den betreffenden Europäischen Wirtschaftsraum keine wettbewerbsrechtlichen Probleme aufwerfen wird.
VW darf Scania übernehmen
Die EU-Kommission hat die Übernahme des schwedischen Nutzfahrzeugherstellers Scania durch die deutsche Volkswagen-Gruppe genehmigt.