Demnach wird das Reiseverhalten stark von der persönlichen wirtschaftlichen Lage beeinflusst. So haben sich nur 28 Prozent der Bundesbürger, die sich eigenen Angaben zufolge in einer schlechten bis sehr schlechten wirtschaftlichen Situation befinden, zu einer Reise entschlossen. Dagegen sind 48,5 Prozent in den Urlaub gefahren, die von sich behaupten, es gehe ihnen wirtschaftlich gut bis sehr gut. Eindeutig wirkt sich die Krise auf das Verhalten während der Reise aus. So werden die Deutschen ihre Urlaubsreisen angesichts der unsicheren Wirtschaftslage neu aufteilen und den Rotstift an den Nebenkosten ansetzen. Nach der Befragung wollen 46,1 Prozent der Befragten im nächsten Urlaub nicht so viel nebenbei ausgeben, das sind 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Bewusst gespart wird auch bei der Wahl des Reiseziels. So wollen sich 37,9 Prozent (plus 2,8 Prozent) für ein preiswertes Urlaubsland entscheiden. Vor allem bei Fernreisen spielt der Preis eine immer größere Rolle. Gegenüber dem Vorjahr werden 6,3 Prozent mehr auf Preisaktionen der Veranstalter warten. Der ADAC hatte im Juli 2009 rund 4.000 ADAC-Mitglieder nach ihren Reiseplänen für die kommenden Monate und das Reisejahr 2010 befragt. (js)
Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen
Aktuelle Befragung des ADAC Reisemonitors signalisiert positive Prognosen für das Reisejahr 2010. Die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise sowie eine drohende Zunahme der Arbeitslosigkeit kann den Bundesbürgern die Lust auf den Urlaub nach wie vor nicht verderben. Nach der neuesten, repräsentativen Umfrage des ADAC sind 70,6 Prozent entschlossen, im kommenden Jahr eine längere Urlaubsreise zu buchen. 58,5 Prozent der befragten Mitglieder planen sogar, in der zweiten Jahreshälfte 2009 noch in Urlaub zu fahren oder eine weitere Reise zu unternehmen.