Erfolgreiches Jahr 2012 für das Schweizerische Nationalmuseum

25.01.2013 14:59 Uhr
Schweizerisches Nationalmuseum
©Foto: Schweizerisches Nationalmuseum

Über 20 Prozent mehr Eintritte machen 2012 zu einem erfolgreichen Jahr für die Museumsgruppe des Schweizerischen Nationalmuseums.

Die Themenvielfalt fand Zuspruch beim Publikum. Auch 2013 bietet viel: Das Château de Prangins hat seine Schlossräume originalgetreu restauriert und lädt mit der neuen permanenten Ausstellung zu „Noblesse oblige! Leben auf dem Schloss im 18. Jahrhundert“ ein. Das Landesmuseum Zürich zeigt „Animali“, eine Ausstellung über Tiere, Fabelwesen und ihre Beziehung zum Menschen, sowie eine Ausstellung zu den Errungenschaften Karl des Grossen in der Schweiz.

Das Landesmuseum Zürich steigerte seine Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 213.377. Auch das Château de Prangins schließt 2012 mit einem Plus ab: 38.567 Eintritte zählte man auf dem Schloss, was einer Zunahme von zwölf Prozent entspricht. Das Forum Schweizer Geschichte Schwyz legte um 90 Prozent (27.828 Eintritte) zu, dank der im 2011 neu eröffneten permanenten Ausstellung zur Entstehung der Schweiz und dank der Ausstellung „Mani Matter 1936-1972“. Die positive Resonanz beim Publikum freut Andreas Spillmann, Direktor des Schweizerischen Nationalmuseums, und lässt ihn mit Elan das neue Ausstellungsjahr angehen: „Wir verstehen uns als Treffpunkt für alle, entsprechend themenreich gestalten wir unser Ausstellungsprogramm. ,Animali‘ spürt der Symbolkraft von Tieren und Fabelwesen und der Bedeutung ihrer Beziehung zum Menschen nach. Mit der Ausstellung über Karl den Grossen verfolgen wir anlässlich dessen 1.200sten Todestages seine Spuren in der Schweiz. Im Forum Schweizer Geschichte Schwyz wird es mit ,Scherenschnitten‘ handwerklich filigran. Dank einer Schenkung der Swiss Graphic Design Foundation zeigt das Landesmuseum Zürich im Herbst Gebrauchsgrafik, die unser Land über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht hat. Darüber hinaus eröffnet die zum Wagner- Jubiläum lancierte Zusammenarbeit mit den Festspielen Zürich neues Terrain und soll langfristig ausgebaut werden.“

„Noblesse oblige! Leben auf dem Schloss im 18. Jahrhundert“ heißt es ab 23. März im Château de Prangins zur Eröffnung der neuen permanenten Ausstellung. 600 Objekte aus den Möbel- und Kunstgewerbesammlungen des Schweizerischen Nationalmuseums erwecken die historischen Räume zu neuem Leben und erzählen vom Alltag der Adelsfamilie Guiguer von 1771 bis 1786. Die originalgetreue Wiederherstellung der Schlossräume ermöglichte das 1.000-seitige Journal des damaligen Hausherrn, Louis François Guiguer, Baron von Prangins.

Umsichtige Sammlungstätigkeit und sorgfältige Konservierungsarbeit, die Konservatoren und Restauratoren im Sammlungszentrum leisten, ermöglichen, Kulturschätze später im Museum zum Sprechen zu bringen. Zeitzeugen aus dem 20./21. Jahrhundert genauso wie historische Kulturgüter umfasst die Liste der Ankäufe und Schenkungen von 2012. Speziell erwähnt sei eine Wollwirkerei aus dem Jahre 1634. Angefertigt wurde sie nach der gleichen Bildvorlage wie eine Tapisserie, die sich bereits in der permanenten Ausstellung befindet. Werke zu reproduzieren und anzupassen war schon vor dem 20. Jahrhundert gang und gäbe. Zum ersten Mal kann dieser Austausch von Bildvorlagen anhand eines konkreten Beispiels belegt werden. Die beiden Tapisserien werden ab dem Herbst zusammen in „Galerie Sammlungen“ im Landesmuseum Zürich zu sehen sein. Weitere Informationen unter http://www.nationalmuseum.ch. (ah)

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