38 Prozent der deutschen Haushalte unternahmen im Zeitraum von November 2007 bis April 2008 eine Urlaubsreise. Das entspricht 13,4 Millionen Haushalten und einem Wachstum von 0,7 Prozent im Vergleich zum ersten Tourismushalbjahr 2007. Es wurden 43,9 Millionen Reisen verzeichnet, das sind 700.000 mehr als im Vorjahreszeitraum und entspricht einem Plus von 1,5 Prozent. Die Ausgaben für Reisen sind um 0,9 Prozent auf 22,1 Milliarden Euro gestiegen. Singles und ältere Menschen reisen besonders viel. Der traditionell hohe Marktanteil der 50- bis 64-jährigen von 22 Prozent legte im Untersuchungszeitraum um 4,7 Prozent zu. Bei den über 64-Jährigen stieg er um 5 auf insgesamt 20 Prozent. Wichtigster Wachstumstreiber auf dem Reisemarkt ist das Ausland. Es erfolgten 19,8 Millionen Reisen ins Ausland, 500.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Profitiert haben dabei die klassischen Skiregionen in der Schweiz, in Frankreich und Österreich. Bei den Warmwasser-Zielen am Mittelmeer hatten die Türkei und Ägypten Zuwächse zu verbuchen. Bei Auslandsreisen liegen vor allem Kurztrips zwischen einem und vier Tagen im Trend. Im Vergleich zum 1. Tourismushalbjahr 2007 ist dieser Anteil um 11 Prozent gestiegen. Bei den Inlandsreisen haben sich erstmals vor allem die längeren Aufenthalte positiv entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen Reisen ab fünf Tage um 0,8 Prozent auf 8,6 Millionen an. Die Deutschen unternahmen im Untersuchungszeitraum 24,1 Millionen Reisen im eigenen Land, 200.000 mehr als im Vorjahr. Die großen Gewinner im Inland sind die Bundesländer an Nord- und Ostsee. Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen verzeichnen Zuwächse im zweistelligen Bereich.
Kurztrip ins Ausland ist In
Die Deutschen geben trotz hoher Energiepreise und der Angst vor einer Rezession nach wie vor Geld für Urlaubsreisen aus. Dies ist ein Ergebnis der Studie GfK TravelScope zum Reiseverhalten der Deutschen. Ausgewertet wurden die Zahlen für das erste Tourismus-Halbjahr 2008.