Landesgartenschau Landau: Eröffnung wird auf 2015 verschoben

03.09.2013 15:04 Uhr
Landesgartenschau Landau 2015
©Foto: Landesgartenschau Landau

Nun ist es Gewissheit: Die Landesgartenschau Landau wird um ein Jahr verschoben. Neuer Durchführungszeitraum ist der 17. April bis 18. Oktober 2015.

Grund ist die zeitliche Verzögerung durch die aufwändige Kampfmittelsuche. Bei Stadtverwaltung und Landesgartenschau gGmbH bedauert man die Verschiebung, da man vom Konzept der Landesgartenschau überzeugt ist. Gleichzeitig sieht man Möglichkeiten, die neugewonnene Zeit ergebnisorientiert zu nutzen, etwa für die städtebauliche Entwicklung.

Anlässlich der jüngsten Bombenfunde auf dem Gelände der Landesgartenschau wurde eine komplette Sondierung des Areals angeordnet, um die Sicherheit für Bauarbeiter, Anwohner und die späteren Gartenschaubesucher gewährleisten zu können. Ein auf die Suche von militärischen Altlasten spezialisiertes Fachbüro entwickelte ein Konzept zur Sondierung des 29 Hektar großen Geländes sowie des angrenzenden Umfelds. Der vorgestellte Ablaufplan sieht über 100 Arbeitstage und Kosten im siebenstelligen Bereich vor. Angesichts dieser Entwicklung steht für die Stadtverwaltung und die Landesgartenschau GmbH fest, dass sich der ursprüngliche Eröffnungstermin nicht mehr aufrechterhalten lässt. Bis zuletzt hatte man gehofft, die Gartenschau im April 2014 eröffnen zu können. Der mit den Bombenfunden einhergehende zeitliche Verzug zwang die Verantwortlichen nun zu einer Planänderung. Leitlinie war stets, eine qualitätsvolle Landesgartenschau im Jahr 2014 zu realisieren, die neue Maßstäbe setzt. Die Erkenntnisse des Fachbüros lassen sich damit laut den Organisatoren nicht in Einklang bringen und zwingen zu einer zeitlichen Verschiebung.

Sowohl Stadtverwaltung als auch Landesgartenschau gGmbH hätten die Verschiebung der Großveranstaltung Gartenschau gerne vermieden. Mit der neuen Situation eröffnen sich allerdings auch neue Gestaltungsmöglichkeiten: Die intensive Untersuchung auf Kampfmittel erhöht die Sicherheit für die Besucher der Landesgartenschau und für die Bewohner des zukünftigen Wohnparks Am Ebenberg. Darüber hinaus kann die städtebauliche Entwicklung in- und außerhalb des Gartenschaugeländes weiter vorangetrieben und auf ein neues Niveau gehoben werden. Den Besuchern bietet sich damit 2015 die Gelegenheit, die Entstehung eines neuen Stadtteils mit eigenen Augen zu erleben. Landesgartenschau-Geschäftsführer Matthias Schmauder fasst die Vorteile der Neuterminierung zusammen: „Mit der neugewonnen Zeit haben wir die Möglichkeit, eine Qualitätssteigerung in vielfältiger Hinsicht umzusetzen – 2015 werden wir für die Bustouristik zu einem noch attraktiveren Reiseziel.“ Weitere Informationen zur Landesgartenschau finden Sie unter www.lgs-landau.de. (ah)

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