Die Gesamtbesucherzahl stieg in 2011 um 7,4 Prozent auf 5.050.382 an, gleichzeitig erwirtschaftete die Schlösserverwaltung mit über 59 Millionen Euro ein neues Top-Ergebnis bei den Einnahmen. Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern stiegen um zwölf Prozent auf 22 Millionen Euro an. Durch Veranstaltungen, Vermietungen und Verpachtungen wurden über 25 Millionen Euro erwirtschaftet, ebenfalls ein neuer Rekordwert. Die erfolgreiche Bayerische Landesausstellung „Götterdämmerung – König Ludwig II. und seine Zeit“ auf Herrenchiemsee führte in den Objekten vor Ort zu einem Besucheranstieg von bis zu 80 Prozent. Die Ausstellung im Neuen Schloss war mit rund 575.000 Besuchern ein Publikumserfolg. Große Zuwachsraten wiesen auch der Morgenländische Bau im Sanspareil bei Bayreuth (plus 61 Prozent) und das Casino auf der Roseninsel im Starnberger See (plus 58 Prozent) auf. Mit über 1,4 Millionen Gästen konnten wie jedes Jahr in Schloss Neuschwanstein die meisten Besucher begrüßt werden. Die drei Königsschlösser Neuschwanstein, Herrenchiemsee und Linderhof lockten allein rund die Hälfte aller Besucher der Schlösserverwaltung an. Im Jahr 2012 stehen eine Reihe wichtiger Maßnahmen an, wie die Sanierung des Heidenturms auf der Kaiserburg in Nürnberg. Die museale Präsentation des „Tiefen Brunnen“ und des „Sinwellturm“ wird durch neue technische Einbauten und moderne Präparationsformen aufgewertet. Durch eine neue museale Inszenierung der Räume im Obergeschoss soll das Museum der Schlösserverwaltung im Palas inhaltlich erweitert werden. Beendet werden soll in diesem Jahr die dreijährige Restaurierung der Hofkirche der Residenz Würzburg. In der Befreiungshalle in Kelheim wird die Dachstuhlsanierung weiter durchgeführt und bis Herbst voraussichtlich abgeschlossen. Im Ausblick auf das Jahr 2012 ist die Eröffnung einer neuen Ausstellung auf der Burg Prunn am 31. Mai 2012 erwähnenswert. Burg Prunn im Altmühltal ist eine der besterhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Deutschlands und der Fundort des kostbaren Prunner Codex, eine der ältesten vollständigen Handschriften des Nibelungenlieds. Damit beschäftigt sich auch die Ausstellung „Ritter, Recken, edle Frauen. Burg Prunn und das Nibelungenlied“. Die Bayerische Schlösserverwaltung ist auch Kooperationspartner des Hauses der Bayerischen Geschichte und der Stadt Burghausen in Zusammenarbeit mit der Oberösterreichischen Landesregierung bei der Bayerisch-Oberösterreichischen Landesausstellung „Verbündet Verfeindet Verschwägert – Bayern und Österreich“, die von April bis November auf der Burg zu Burghausen sowie in Braunau und Mattighofen zu sehen sein wird. (ah)
Mehr als fünf Millionen Besucher in Bayerns Schlössern und Burgen
Mehr als fünf Millionen Besucher und 59 Millionen Euro Einnahmen – dies ist die Jahresbilanz 2011 der Bayerischen Schlösserverwaltung.