Regisseur Marco Carniti spannt mit einer klassischen, symbolstarken Inszenierung den Bogen von Jerusalem und Babylon zum Hier und Jetzt in der Arena. Erstmals in der 19-jährigen Geschichte des Opernfestivals Avenches wird das Geschehen durch Video-Projektionen auf zwei 8x4.60 Meter große Leinwände verstärkt. Dies wird Symbolhaftes, Emotionen und Dramatik direkt in die Herzen des Publikums spielen.
Das Publikum in der Arena von Avenches wird mit den verschleppten Hebräern mitfühlen, die im feindlichen Babylon von König Nabucco den Verlust von Heimat und Freiheit beklagen. Der italienische Regisseur Marco Carniti plant eine symbolreiche Neu-Inszenierung in klassisch-schöner Art. Er wird Jerusalem und Babylon einen verzauberten Abend lang ganz nahe herankommen lassen und beklemmende Parallelen zwischen der Geschichte der gefangenen Hebräer und realen, aktuelleren Kriegsgeschehnissen andeuten. Einst und heute, Fakten, Emotionen und Symbolhaftes: Der auch in Theater- und Tanzschaffen erfahrene Regisseur wird den Bogen gekonnt spannen. Genuss und pure Schönheit hingegen verspricht Verdis glutvolle Musik mit ihren unvergleichlichen Chorpassagen, die im Oval des römischen Amphitheaters unverstärkt die Operngäste erreicht. „Nabucco“ von Giuseppe Verdi gehört seit der Uraufführung vom 9. März 1842 an der Scala in Mailand zu den beliebtesten Opern überhaupt. Weitere Informationen zum Opernfestival Avenches unter www.avenchesopera.ch. (ah)