Touristik: Sommerurlaub steht bei den Deutschen weiter hoch im Kurs

25.06.2026 12:26 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Von den Deutschen, die eine Reise planen, wollen 42 Prozent eine Reise innerhalb Deutschlands unternehmen, etwa an die Nordsee
© Foto: Thomas Burgert

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und weltweiter Krisen planen 62 Prozent in diesem Jahr einen Sommerurlaub, gerade Deutschland als Reiseziel steht dabei hoch im Kurs.

Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit und geopolitischer Verwerfungen planen fast zwei von drei Bürgern in diesem Jahr einen Sommerurlaub. Das geht aus dem Urlaubsplanungsindex hervor, den das Deutsche Institut für Tourismusforschung an der Fachhochschule Westküste und der Deutsche Tourismusverband (DTV) in Berlin vorgelegt haben. Demnach beabsichtigen 62 Prozent der Deutschen, in den kommenden drei Monaten mindestens eine Urlaubsreise zu unternehmen. 42 Prozent planten eine Reise innerhalb Deutschlands, 40 Prozent eine Auslandsreise.

Ziele in Deutschland sind stark gefragt

„Die Ergebnisse zeigen, dass die touristischen Regionen in Deutschland weiterhin auf eine starke Nachfrage bauen können“, sagte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes.“ Die hohe Reisebereitschaft darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich der Deutschlandtourismus auf diesen guten Voraussetzungen nicht ausruhen kann. Damit die Destinationen ihre Attraktivität langfristig sichern können, braucht es verlässliche Investitionen in Infrastruktur, Mobilität und touristische Angebote. Die Wettbewerbsfähigkeit des Deutschlandtourismus entscheidet sich nicht zuletzt an den Rahmenbedingungen, die Bund, Länder und Kommunen schaffen.“

Hohe Konsumpriorität der sommerlichen Urlaubsreise

Die zuletzt deutlich gestiegenen Kerosin- und Spritpreise hätten nur geringe Auswirkungen auf die Reiseplanung, so die Studie: Nur 13 Prozent der Befragten hätten ihre Reisepläne angepasst. Am häufigsten geändert würden dabei das Reiseziel oder die Zahl der geplanten Reisen. Jeweils vier Prozent der Befragten gaben das an. Drei Prozent verkürzen die Reisedauer. Nur zwei Prozent wollen ihre Urlaubsreise vollständig stornieren. „Für 87 Prozent der Befragten haben die erhöhten Kerosin- und Spritpreise keine Auswirkung auf ihre kurzfristige Urlaubsreiseplanung für den Sommer 2026“, erklärte Bernd Eisenstein, Direktor des Deutschen Instituts für Tourismusforschung, laut Mitteilung. Dies zeige „die hohe Konsumpriorität, die sommerliche Urlaubsreisen bei den Deutschen genießen“.

Hintergrund zur Studie

Für die Studie wurden rund 1000 Personen aus ganz Deutschland vom Institut Infas quo befragt. Die Gruppe ist den Angaben zufolge repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung in Privathaushalten zwischen 18 und 79 Jahren. Die Befragung fand Ende April statt. Betrachtungszeitraum war März bis Mai.

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