Die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums hat ihren Ursprung in den habsburgischen Schatz- und Wunderkammern des späten Mittelalters, der Renaissance und des Barock. Das Haus Habsburg, dem die Sammler entstammten, zählte zu den politisch mächtigsten und einflussreichsten Dynastien Europas. Seit jeher galt die Kunstkammer als ein Spiegelbild des Kosmos, das Wissen und Staunen vermitteln sollte. Sie ist zugleich ein Raum der Phantasie und des Kuriosen. Auf einer Fläche von rund 2.500 Quadratmeter erleben Besucher ab Dezember 2012 eine weltweit einzigartige Sammlung an Pretiosen – darunter Goldschmiedearbeiten, Skulpturen aus Bronze, Elfenbein und Holz sowie Drechselarbeiten aus Elfenbein oder Exotica wie Straußeneier und „Einhörner“. In insgesamt 20 Räumen spannt sich der Bogen über drei große Themenbereiche: von den Vorstufen des Sammelns im Mittelalter bis hin zu den höfischen Kunstkammern der Habsburger in der Renaissance und im Barock. Im Zentrum stehen die wichtigsten Sammlungen der habsburgischen Erzherzöge und Kaiser des 16. und 17. Jahrhunderts.
„Wunderraum der Phantasie“ wird Ende 2012 wiedereröffnet
Ab Dezember 2012 wird die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien in neuem Glanz erstrahlen.