Zukunft des Busbranche auf der free

28.02.2011 14:46 Uhr
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© Foto: Messe München GmbH

Insgesamt informierten sich rund 95.000 Besucher auf der diesjährigen Reise- und Freizeitmesse free über die Angebote für Urlaub und Freizeit. Bei einer Fachveranstaltung stand der Bus im Mittelpunkt.

Vom 23. bis 27. Februar 2011 trafen sich Reiseanbieter und Reisewillige auf dem Münchner Messegelände. Laut Veranstalter äußerten sich Besucher wie Aussteller zufrieden über den Messeverlauf. So sei die Buchungsbereitschaft der Besucher sehr hoch gewesen. Unter den Ausstellern fanden sich auch zahlreiche Busunternehmen. Auffällig hatte die Firma Geldhauser ihren Bus zwischen den Messehallen postiert. Neu im Angebot der Münchner sind Radreise-Angebote mit E-Fahrrädern, für die Gelshauser einen extra Hänger sowie eine Aufladestation für die Akkus im Heck des Busses entwickelte. Ebenfalls um Neuigkeiten bei der Busreise drehte sich das Bustouristikforum am Freitagnachmittag. Zunächst diskutierten ein Unternehmer, ein Berater und ein Bahn-Vertreter über die Liberalisierung des Fernlinienbusmarktes. Auch wenn die Freigabe Möglichkeiten für Mittelständler bietet, sieht Christoph Marquardt, der mit Publicexpress eine erfolgreiche Linie zwischen Oldenburg und Groningen betreibt, einige Hürden: „Das Hauptproblem besteht darin, dass es in Deutschland keine Fernbustradition gibt.“ Ein neues Angebot sei daher erklärungsbedürftig bevor es von den Menschen angenommen würde. Daher müsse man sich auf eine Durststrecke von drei bis vier Jahren einstellen, bevor eine Linie Erfolg habe. Er forderte daher ebenso wie Unternehmensberater Heinrich Strößenreuther eine Unterstützung für die Mittelständler, um diese Phasen überstehen zu können, da sie im gegensatz zu den großen Anbietern keine entsprechenden Reserven haben. Um Sympathien und Verständnis für seinen Arbeitgeber warb Alexander Möller von der DB AG. So versicherte er, dass es zurzeit keinen Schutz der Bahn gebe, sondern einen Schutz der bestehenden Verkehre. Auch würde die Bahn eine Linie nicht nur betreiben, um jemand anderem zu schaden, sondern alles müsse sich wirtschaftlich rechnen. Die zweite Diskussionsrunde der Fachveranstaltung befasste sich mit dem Busreisenden der Zukunft. Hier waren sich die Redner einig, dass das Erfolgsrezept in einem für die jeweilige Zielgruppe passenden Angebot liege. Man müsse sich über das Produkt interessant machen, nicht über den Preis, um im Wettbewerb bestehen zu können. So verwendet Studiosus beispielsweise Busse mit einer zur Reise passenden Ausstattung. Je nach bereistem Land sei eine Bücherauswahl an Bord, mit einer entsprechenden Picknickausrüstung können lokaltypische Spezialitäten nach einem besuch auf dem Wochenmarkt verköstigt werden. (akp)

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www.omnibusrevue.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift OMNIBUSREVUE aus dem Verlag Heinrich Vogel, die sich an Verkehrsunternehmen bzw. Busunternehmer und Reiseveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Sie berichtet über Trends, verkehrspolitische und rechtliche Themen sowie Neuigkeiten aus den Bereichen Management, Technik, Touristik und Handel.