24.08.2015Gottlob-Auwärter-Denkmal eingeweiht

Zu Ehren von Neoplan-Gründer Gottlob Auwärter (1903-1993) wurde am 22. August 2015 im niederbayerischen Pilsting ein Denkmal enthüllt – mehrere Neoplan Megaliner und Jumbocruiser boten die passende Kulisse.

1935 von Gottlob Auwärter gegründet, stellte die Gottlob Auwärter GmbH & Co. KG im Jahr 1953 ihren ersten selbsttragenden Omnibus unter dem Namen „Neoplan“ (Neuzeitliche Omnibus-Planung) vor. Zunächst im baden-württembergischen Stuttgart-Möhrigen ansässig, fertigte das Unternehmen ab 1973 auch im niederbayerischen Pilsting Busse. 1961 gelang mit der Vorstellung des Typ „Hamburg“ der Durchbruch – er gilt als der erste moderne Reisebus. Wie fortschrittlich die Firma Auwärter arbeitete, zeigt sich beispielsweise am N 814, dem ersten Niederflurbus der Geschichte. Seiner Zeit voraus, ging das Modell nie in Serie. Erst ein Jahrzehnt später gelang der Niederflurtechnik der Durchbruch. Getreu dem Motto „Dem Fortschritt immer einen Schritt voraus“ führte man Anfang der 1990er Jahre den vierachsigen Megaliner ein, der zunächst nur mit Sondergenehmigung fahren durfte. Schon bald wurden die zulässigen Maße EU-weit auf 15 Meter Länge und 2,55 Meter Breite erhöht. 2001 wurde das Unternehmen durch MAN übernommen und lebte als Neoplan Bus GmbH weiter, bevor es 2008 in der MAN Nutzfahrzeuge AG aufging. Im selben Jahr trat in Pilsting der neu gegründete Bushersteller Viseon das Neoplan-Erbe an, musste 2013 aber Insolvenz anmelden.   

Konrad Auwärter, Sohn des Firmengründers, hatte nun zur Denkmal-Einweihung am 22. August zahlreiche Neoplan-Freunde und ehemalige -Mitarbeiter eingeladen – im Festzelt hinter dem Pilstinger Rathaus traf man in lockerer Runde zusammen. Vorne am Stadtplatz bot sich für Neoplan-Fans ein wohl einmaliges Bild. Neben mehreren Fahrzeugen vom Typ Skyliner und Megaliner hatten es sich auch vier Jumbocruiser-Besitzer nicht nehmen lassen, nach Pilsting zu kommen. Die 18 Meter langen Doppeldecker-­Gelenkbusse waren mit Abstand das begehrteste Fotomotiv. Die Blicke auf sich zog besonders ein weißer Jumbocruiser – er wurde als einziger der elf jemals gebauten Fahrzeuge als Schubgelenkbus mit Heckmotor konzipiert. Nach einem Unfall in Belgien fristete er lange ein trostloses Leben, bevor er in England wieder instand gesetzt wurde und jetzt zurück nach Deutschland kam. (ah)



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