Bayerischem Verkehrsgewerbe droht wirtschaftlicher Ruin

29.07.2008 17:38 Uhr
gfgfh

Kostenexplosion und Dieselpreisentwicklung: LBO fordert steuerliche Entlastung und staatliche Finanzhilfen für den ÖPNV, um die Existenzkrise abzuwenden

Der explosionsartige Anstieg der Kraftstoffpreise hat die Busunternehmen in Bayern in ernsthafte Existenznöte gebracht. Das brachten der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen und der Landesverband Bayerischer Transportunternehmen während einer Pressekonferenz den anwesenden Journalisten drastisch nahe. LBO-Präsident Heino Brodschelm berichtete, sein Unternehmen schreibe seit 10. Juni wegen der gestiegenen Kraftstoffpreise rote Zahlen. „Die Politik hat die Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft, uns zu helfen“, stellte Horst Schilling, Geschäftsführer des LBO fest. Er machte die wirtschaftlichen Nöte der Unternehmen auch an den Mitgliederzahlen des Verbandes fest: Von 1.450 Unternehmen, die der LBO vor einigen Jahren als Mitglieder hatte, sind noch 1.221 geblieben. Allein für das erste Halbjahr 2008 errechnete der LBO eine Kostensteigerung von 7,8 Prozent. Die Dieselpreise stiegen im ersten Halbjahr 2008 im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2007 um 18,5 Prozent und im Verhältnis zu Juni 2007 um 31,04 Prozent. Der LBO forderte während der Pressekonferenz von Bund und Land, den umweltfreundlichen Busverkehr steuerlich zu entlasten und für den preisregulierten Nah- und Schülerverkehr wieder ausreichende Ausgleichs- und Finanzierungshilfen sicher zu stellen. „Um den wirtschaftlichen Ruin kleiner und mittelständischer Verkehrsunternehmen und den Verlust von tausenden von Arbeitsplätzen zu verhindern, sind kurzfristige politische Maßnahmen dringend erforderlich“, mahnte LBO-Präsident Heino Brodschelm. Alleine schon aus klimapolitischen Gründen sei es notwendig, den umweltfreundlichen Busverkehr von der Ökosteuer zu entlasten, führte Brodschelm an. Er warnte davor, dass sich die verzweifelte Lage der bayerischen Busunternehmer schon in den nächsten Wochen in Streiks und Demonstrationen entladen könnte, wenn die Politik nicht bald auf die Existenzgefährdung der mittelständischen Betriebe und ihrer Mitarbeiter reagiert.

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