Im Bundesratsausschuss soll am 1. Dezember 2011 über eine Änderung der Personalverordnung entschieden werden. Aus Sicht der Busunternehmer könnten neue Regeln erhebliche Probleme für die Betriebsabläufe im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) verursachen: Durch die teilweise Verlängerung der Pausenzeiten um 150 Prozent im Dienstplan müssten sich die Fahrer länger am Arbeitsplatz aufhalten und kämen später nach Hause zu ihren Familien. Die Unternehmen hätten auf der anderen Seite durch die Verlängerung der Dienstzeiten ihrer Angestellten deutlich höhere Personalkosten zu tragen. „Die aktuellen Regelungen der Pausenzeiten im ÖPNV bilden ein ausgewogenes System im Sinne der Fahrgäste, des Fahrpersonals und der Busunternehmen. Das Fahrpersonal ist hervorragend aufgestellt und kann sich auf Pausenzeiten verlassen, welche von den Tarifparteien in den Ländern seit jeher konstruktiv verhandelt werden.“ erklärt bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard Wenn es politischer Wille ist, den ÖPNV stärker zu fördern, dürften nicht die ohnehin schon strengen europäischen Regelungen auf nationaler Ebene zum Nachteil der Branche verschärft werden, mahnt der bdo. Seine Landesverbände haben sich deshalb an die Verkehrs- und Arbeitsminister des Bundes und der Länder gewendet, um auf die negativen Folgen hinzuweisen und für den Verbleib des erprobten Systems zu werben. (ag)
bdo gegen Änderung der Personalverordnung
Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) lehnt die von der baden-württembergischen Landesregierung vorgeschlagene Änderung und Ausweitung der Pausenzeiten von Busfahrern im ÖPNV-Linienverkehr ab.