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bdo: Kommunalisierungswelle belastet private Busunternehmen

© Foto: bdo

Der Bundesverband Deutscher Busunternehmer (bdo) hat infolge der Kommunalisierungswelle vor dramatischen Verschlechterungen im privaten öffentlichen Busverkehr in Deutschland gewarnt.


Datum:
15.03.2018
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Hintergrund für die Befürchtungen seien die Ergebnisse einer aktuellen Konjunkturumfrage unter Unternehmern. Die neuen Zahlen hätten deutliche Verschlechterungen beim Blick der Teilnehmenden auf die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie die Zukunftsaussichten zutage gebracht. So drohe ein anhaltender Trend zur Kommunalisierung, der die effizient privatwirtschaftlichen Strukturen im ÖPNV zerstöre.

Die Beurteilung der allgemeinen Geschäftslage der Busunternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs fiel laut Umfrage im Vergleich zum Vorjahr negativ aus. Der Anteil an Unternehmen, die das Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr als schlechter bewerten, liege bei 27 Prozent. Das seien zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Weit weniger Unternehmer – nämlich nur 16 Prozent – konnten eine günstige Geschäftsentwicklung melden. Die Umfrageergebnisse zu Umsatz und Gewinn zeige ebenfalls einen deutlichen Abwärtstrend. Insbesondere der Umfragewert für die Rentabilität sei stark eingebrochen. Fast 40 Prozent der Befragten mussten hierbei eine negative Entwicklung hinnehmen. Nur 16 Prozent konnten hierbei positiv zurückblicken. Für die Zukunft rechnen 38 Prozent der privaten Busunternehmer für den ÖPNV mit ungünstigeren Ergebnissen. Nur 13 Prozent gehen laut Umfrage von einem günstigen Trend aus.

„Es schmerzt mich, dass so viele meiner Kolleginnen und Kollegen unter den sich weiter verschlechternden Rahmenbedingungen merklich leiden", sagte bdo-Präsident Karl Hülsmann zu den vorliegenden Zahlen für den Bereich ÖPNV. „Leider verwundert mich dieses Ergebnis nicht. Die privaten Unternehmen in Deutschland müssen bereits seit einigen Jahren erleben, wie eine Kommunalisierungswelle die Branche erfasst und den fairen Wettbewerb unter sich begräbt. Immer öfter beobachten wir, dass Kommunen eigene Verkehrsbetriebe bevorzugen und diese dafür zum Teil sogar erst neu aus dem Boden stampfen. Vielfach übernehmen Verwaltungen und Zweckverbände auch die Organisation der Verkehre. Die gesunden Strukturen der effizienten und leistungsstarken mittelständischen Privatunternehmen werden dabei zusehends zerstört. Ich appelliere an die Politik, dem gesetzlich festgeschriebenen Vorrang der Eigenwirtschaftlichkeit endlich Geltung  zu verschaffen. Andernfalls wird der ÖPNV schwer leiden. Und das ausgerechnet in einer Zeit, in der wir einen Ausbau der Angebote bei Bus und Bahn brauchen, um die Gesundheit der Bürger und unsere Umwelt zu schützen.“ (ts)

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