Biokraftstoffe nicht günstigste Maßnahme

15.12.2007 08:59 Uhr
Jack Short
© Foto: International Transport Forum

Weder die Industrie- noch die Entwicklungsländer könnten sich erlauben, falsche Prioritäten im Kampf gegen CO2-Emissionen zu setzen, so Jack Short, Generalsekretär des International Transport Forum.

“Wir müssen uns auf die kostengünstigsten Maßnahmen zur Reduzierung von CO2-Emissionen im Verkehr konzentrieren“, betonte der Generalsekretär des International Transport Forum Jack Short am 13. Dezember 2007 auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen auf Bali. Er kritisierte dabei, dass zu oft kostenintensive und wenig effektive Maßnahmen gewählt würden. Short forderte umfangreiche und einheitliche Richtlinienpakete, die erhebliche Verbesserungen in der Fahrzeug- und Fahrzeugteiltechnologie einschließen. Diese müssten durch eine Reihe politischer Maßnahmen mit dem Ziel, die Kraftstoffeffizienz zu steigern, unterstützt werden. Nach Angaben des International Transport Forum schließen „effektive und bezahlbare“ Maßnahmen steuerliche und behördliche Anreize für verbesserte Fahrzeugteile, einschließlich Reifen, Schmierstoffe, Klimaanlagen und Lichter, die nicht von den Standardtests zur Messung der Kraftstoffeffizienz von Autos abgedeckt werden, mit ein. Schulungen, Informationen und Unterstützung zum spritsparenden Fahren sind ebenfalls äußerst kosteneffektiv und zahlen sich unmittelbar durch niedrigere Emissionen aus. Diese seien „die kosteneffektivsten“ Verfahren, wie Short betonte. „Aber derzeit nutzen wir sie nicht. Wir setzen zu große Hoffnungen auf teure Optionen wie Biokraftstoffe, die weder kosteneffektiv noch notwendigerweise umweltfreundlich sind.“

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