Eingesetzt werden sollen die Fahrzeuge im Rhein-Erft-Kreis. Projektpartner sind unter anderem die Stadtwerke Hürth und Brühl. Die beiden Busse des Typ Van Hool A330 FC werden als Vorserienfahrzeuge in der dritten Generation von der Firma Van Hool hergestellt. Deutschlandweit ist die RVK das erste Unternehmen, das diese Fahrzeuge im Linienverkehr einsetzt. Die Anschaffung der Busse wird gefördert vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und vom Land NRW. Der Eigenanteil der RVK ist vergleichbar mit den Anschaffungskosten für ein konventionelles Diesel-Fahrzeug.
Das 13,16 Meter lange Fahrzeug verfügt über eine Brennstoffzelle mit einer Leistung von 150 kW. Die Energie wird in einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 17,4 kWh gespeichert. Zwei 85 kW-starke Elektromotoren treiben den Van Hool A330 FC an. Mit circa 67 Steh- und 33 Sitzplätzen finden rund 100 Fahrgäste Platz.
Die RVK setzt seit 2011 Wasserstoff-Hybridbusse ein – bislang zwei Fahrzeuge vom Typ „Phileas“ des niederländischen Herstellers APTS. Mit circa 18 Metern Länge sind die Busse die derzeit längsten ihrer Art weltweit. Die Fahrzeuge bedienen die Linien im Stadtverkehr von Hürth und Brühl sowie den Regionalverkehr des Rhein-Erft-Kreises. Insgesamt wurden nur vier Modelle dieses Prototyps im Rahmen eines deutsch-niederländischen Kooperationsprojektes gebaut. Zwei baugleiche Fahrzeuge setzt das Amsterdamer Verkehrsunternehmen GVB ein. Anschaffung und Einsatz der beiden „Phileas“-Busse waren Auftakt für das Unternehmensziel „Null Emission“. Demnach strebt die RVK an, ihre Fahrzeugflotte bis 2030 durch emissionsfreie Fahrzeuge zu ersetzen. Mit der Erweiterung der Busflotte Anfang 2014 kommt das Unternehmen diesem Ziel wieder einen Schritt näher. (ah)