Bundesumweltministerium fördert 50 Hybridbusse

25.01.2011 16:14 Uhr
Geld
© Foto: Martin Oeser/ddp

Mit rund zehn Millionen Euro unterstützt das Bundesumweltministerium (BMU) zwölf Verkehrsbetriebe bei der Beschaffung von umweltfreundlichen Hybridbussen.

Die Unternehmen werden mit verschiedenen Hybridbusmodellen der Hersteller MAN, Carosserie Hess und Solaris beliefert. Bereits Mitte 2010 bekamen die Dresdner und Leipziger Verkehrsbetriebe im Rahmen des Verbundvorhabens "RegioHybrid" die ersten Fördermittel bewilligt. Damit erfolgte der Startschuss für die praktische Umsetzung des BMU-Förderprogramms. Im Projekt RegioHybrid beschaffen zehn sächsische Verkehrsbetriebe im Verbund insgesamt 24 Solo- und sechs Gelenkhybridbusse. Zu den Unternehmen gehören die Leipziger Verkehrsbetriebe AG, die Leobus GmbH, die Dresdner Verkehrsbetriebe AG, die Regionalverkehr Dresden GmbH, die REGIOBUS Mittelsachsen GmbH , die Verkehrsgesellschaft Döbeln mbH, die Verkehrsbetriebe Freiberg GmbH, die Verkehrsgesellschaft Meißen mbH, die Müller Busreisen GmbH und die Satra Eberhardt GmbH. Die Förderungssumme beläuft sich auf 4,4 Millionen Euro. Des Weiteren sollen zehn Gelenkhybridbusse der Firma Solaris an die Üstra ausgeliefert und in Betrieb genommen werden. Dabei kommen die Hybridbusse voraussichtlich schwerpunktmäßig auf der Buslinie 121 zum Einsatz, da im schweren Stadtverkehr die höchsten Effizienzpotentiale erwartet werden. Das Projekt läuft von 01. Juli 2010 bis 30. September 2011 und wird mit 1,1 Millionen Euro von Seiten des BMU unterstützt. Die Stadtverkehr Lübeck GmbH beschafft fünf Solohybridbusse der Firma MAN sowie fünf Gelenkhybridbusse der Carosserie HESS AG, um Erfahrung mit beiden Größenkonzepten zu sammeln. Insbesondere die Entlastung der Altstadtinsel in Lübeck, die das größte deutsche Flächendenkmal des UNESCO-Weltkulturerbes darstellt, von Luftschadstoffen und Lärm ist ein Kernziel des Vorhabens. Das Projekt läuft von 01. Juni 2010 bis 30. September 2011. Die Förderung durch das BMU beträgt dabei 2,2 Millionen Euro. Um die breite Markteinführung von Hybridbussen im öffentlichen Personennahverkehr zu beschleunigen, stellt das BMU insgesamt rund zehn Millionen Euro zur Verfügung. Mit Mitteln aus der Elektromobilitätsförderung des zweiten Konjunkturpakets der Bundesregierung können damit 50 Hybridbusse in den Alltagsbetrieb integriert werden. Die Förderung hat das BMU mit anspruchsvollen Umweltstandards verbunden. So müssen die Hybridbusse eine Effizienzverbesserung von mindestens 20 Prozent gegenüber vergleichbaren Dieselbussen sowie strenge Lärm- und Luftschadstoffstandards nachweisen. Zudem müssen sie über ein geschlossenes Partikelfiltersystem verfügen. (ah)

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