Drei Linienbusse werben für die ÖPNV-Sicherheitspartnerschaft im Landkreis Ludwigsburg und die Botschaft der bundesweiten „Aktion-tu-was“. Sie führen die Tipps für richtiges und sicheres Verhalten dauerhaft und großflächig vor Augen. Bereits im Juli vergangenen Jahres haben die Polizeidirektion Ludwigsburg, das Landratsamt Ludwigsburg und der VVS die ÖPNV-Sicherheitspartnerschaft ins Leben gerufen. Das Ziel dieser Partnerschaft ist es, das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste in den Fahrzeugen, an den Bahnhöfen und an den Haltestellen weiter zu verbessern. Außerdem sollen gezielte Informationen sowie geeignete Überwachungs und Kontrollmaßnahmen dazu beitragen, unliebsame Vorfälle im Bereich des ÖPNV zu verhindern. „Nachdem die Aggressionsdelikte im öffentlichen Personenverkehr 2009 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen waren, wird sich dieser Trend im Vergleichszeitraum 2010 voraussichtlich nicht fortsetzen“, sagte Frank Rebholz, Leiter der Polizeidirektion Ludwigsburg am Freitag bei der Vorstellung der Busse auf dem Ludwigsburger Marktplatz. Angeführt durch einzelne Gewaltvorfälle, die bundesweit für Aufsehen gesorgt hätten, seien es gerade die Aggressionsdelikte, die Ängste schürten und für Verunsicherung sorgten. „Hier sind wir gefordert.“ So handelt es sich bei der Beklebungsaktion denn auch nur um eine von mehreren Maßnahmen, die die Projektpartner sukzessive umsetzen werden: Im Laufe des Jahres wird die Polizeidirektion Ludwigsburg die Busfahrerinnen und Busfahrer der Partnerunternehmen schulen, damit sie bei brenzligen Situationen oder Störungen gut vorbereitet sind. Daneben wird die Polizei wie schon bisher flexibel auf wiederholte Probleme in Buslinien reagieren und ihre Präsenz in öffentlichen Verkehrsmitteln anlassbezogen verstärken. Durch persönliche Ansprechpartner für die Busunternehmen bei der Polizei soll ein engerer Kontakt in einer vertrauensvollen Atmosphäre entstehen, von dem sowohl die Polizei als auch die Busunternehmen profitieren. Ein Flyer rund um das Thema „Sicherheit in Bus und Bahn sowie an Haltestellen“ soll Fahrgästen und interessierten Bürgern weitere Verhaltenstipps geben. Abgerundet wird das Projekt durch stichprobenartige Kontrollaktionen. So werden Polizei, VVS und regionale Verkehrsunternehmen zum Beispiel gemeinsam Schwerpunktkontrollen an Haltestellen im Landkreis durchführen. Zudem wird es verstärkte Ticketkontrollen geben. Die Verkehrsunternehmen im Landkreis werden unter anderem Aktionen und Infoveranstaltungen mit Schulbusanfängern durchführen und – vorzugsweise bei späten Fahrten am Wochenende – immer mehr videoüberwachte Busse einsetzen. (ah)
Busse werben für Zivilcourage
Die Polizeidirektion Ludwigsburg will gemeinsam mit VVS, Verkehrsunternehmen und Landratsamt die Zivilcourage im Kreis stärken.