Von der einst florierenden Schweizer Fahrzeug- und Karosseriebauindustrie ist nicht mehr viel übrig. Da sticht natürlich ein Jubiläum besonders heraus wie das, das Carrosserie Lauber aus Prangins im Waadtland vor kurzem beging. Vor 85 von Antoine Lauber gegründet verdankt der Karosseriebauer seinen guten Ruf vor allem seinen Post- und Trolleybussen. Heute gehört er zur Hess-Group in Bellach, hat jedoch seine unternehmerische Eigenständigkeit bewahrt. Spezialität von Lauber sind Um- und Aufbauten nach Maß. So stattet das Waadtländer Unternehmen etwa in der 3,5-Tonnen-Klasse beliebige Fahrzeugfahrgestelle für den Behinderten- oder Schulkindertransport aus. Auch luxuriöse Inneneinrichtungen für Konferenzbusse werden angeboten. Hess nutzte den Tag der offenen Tür, den Lauber zur Jubiläumsfeier veranstaltet hat, um ein neues Produkt, einen Anhänger zur Personenbeförderung, vorzustellen, der es Unternehmen im öffentlichen Personennahverkehr gestattet, flexibel auf Nachfragespitzen zu reagieren. Das 95.000 CHF teure Fahrzeug kann von einem 3,5 Tonnen-Kleinbus mit etwa 150-PS gezogen werden. In Frage kämen Mercedes Sprinter oder Iveco Daily, idealerweise mit Automatikgetriebe und Allradantrieb. Durch die Luftfederung war der Anhänger trotz der 14-Zoll-Räder komfortabler als die Zugmaschine von Mercedes, von der das Gespann im Fahrtest gezogen worden war. (Hans Müller, 17.6.03)
Carrosserie Lauber feiert Jubiläum
Der Karosseriebauer aus Prangins ist einer der letzten Betriebe der einst florierenden Schweizer Fahrzeug- und Karosseriebautenindustrie.