„Sicherheit braucht Köpfchen“ ist eine Aktion der Sachverständigenorganisation Dekra, bei der Kinder mit roten Kappen ausgestattet und über die Gefahren des Schulwegs aufgeklärt werden. Jetzt ergänzt ein Schulungsfahrzeug die Kampagne, die seit über zehn Jahren läuft. „Nach den Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung DGUV werden jährlich in Deutschland mehr als 5.000 Schulkinder beim Busfahren verletzt – entweder im Bus, beim Ein- oder Aussteigen, beim Warten an der Haltestelle oder beim Überqueren der Fahrbahn auf dem Weg zum oder vom Bus“, erklärt Clemens Klinke, Mitglied des Dekra-Vorstands. Der Bus biete die Möglichkeit für besonders nachhaltige Trainings-Erlebnisse“, so Klinke.
An Bord des Niederflurbusses ist spezielles Schulungs-Equipment, wie ein Crash-Test-Dummy, mit dem gezeigt werden kann, welche Risiken etwa mit einer starken Bremsung verbunden sind. Die Gefahren wenn man den Rädern eines Busses zu nahe kommt, werden mit Kartoffeln illustriert, die vom Bus überrollt werden.
„Insgesamt geht es uns darum, die wichtigen Verhaltensregeln im und am Bus nicht nur zu erklären, sondern auch anschaulich zu machen, warum diese Regeln so wichtig sind“, so Klinke. Die wichtigste Regel dabei heißt: Nie vor oder hinter dem haltenden Bus über die Straße laufen. Unfälle beim Überqueren der Fahrbahn machen zwar nur zehn Prozent der Schulbusunfälle aus, so die Zahlen der DGUV, doch sind diese oft besonders folgenschwer. In den Jahren 2009 bis 2014 wurden insgesamt sechs Schulkinder in solchen Situationen getötet. In diesem Zeitraum gab es im Bus, beim Warten an der Haltestelle sowie beim Ein- und Aussteigen keinen einzigen tödlichen Unfall. (bb)