Im Zentrum stehen demnach Strecken zwischen Großstädten, die die Deutsche Bahn bereits mit Intercity- und ICE-Zügen bedient. Dem Bericht zufolge sollen bereits ab Januar 2011 bis zu zwei Mal täglich in beide Richtungen Bahn-Busse zwischen Köln und Hamburg fahren. Weitere geplante Linien seien Passau-München-Hamburg-Lübeck, Dresden-Köln-Düsseldorf, Stuttgart-Bremen-Oldenburg und Bielefeld-Hannover-Flughafen-Hamburg. Die Deutsche Bahn plane dazu einen einheitlichen Markenauftritt und ein Vertriebssystem mit einfacher Preisstruktur. Die beantragten Fernbuslinien sollten vor allem preisorientierte Fahrgäste ansprechen. Die siebeneinhalbstündige Fahrt von Köln nach Hamburg solle laut Antrag an die Hamburger Verkehrsgewerbeaufsicht, der dem Magazin vorliegt, 35 Euro kosten und damit 20 Prozent weniger als ein ICE-Ticket mit BahnCard 50. Sonderangebote gebe es ab einem Euro. Der Bahn-Konzern unter Vorstandschef Rüdiger Grube verfügt schon jetzt über die größte Busflotte Deutschlands. Zu den Bustöchtern gehören etwa Bex, Autokraft und Regiobus Dresden, die 2009 auf 22 Fernbuslinien 700.000 Passagiere beförderten. (ah)
Deutsche Bahn will Fernbusliniennetz ausbauen
Die Konzerntochter Bex beantragte laut einem Bericht der „Wirtschaftswoche“ mehrere tägliche Fernbuslinien bei Regierungsbehörden.