EU will mehr Rechte für Busfahrgäste

01.12.2008 10:36 Uhr
Setra
© Foto: Setra

Busfahrgäste sollen mehr Rechte bekommen. Fällt ein Bus aus und will der Reisende keine Alternativen akzeptieren, soll er den Fahrpreis zurückerstattet bekommen, ebenso bei Verspätungen von mehr als zwei Stunden, wenn die Fahrt länger als drei Stunden dauert.

Durch diese Maßnahmen solle die Attraktivität des Busverkehrs gesteigert werden, heißt es in der „Verordnung über die Fahrgastrechte im Kraftomnibusverkehr“, die der Zeitung Welt vorliegt und die in dieser Woche in Brüssel verabschiedet werden soll. Der öffentliche Nahverkehr könne demnach unter Umständen von der Verordnung ausgenommen werden, wenn regionale Verträge einen vergleichbaren Schutz bieten. Zusätzlich soll die Abwicklung von Beschwerden erleichtert werden. Der Fahrgast kann seine Beschwerde bis zu einem Monat nach Abschluss der Reise einreichen, der Busunternehmer muss sie innerhalb von 20 Tagen bearbeiten oder erklären, warum es länger dauert. Maximal bleiben aber nur zwei Monate Zeit. Experten kritisieren, dass die Maßnahmen die Busfahrer auf Kosten der Sicherheit unter Zeitdruck setzen.

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!


NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


www.omnibusrevue.de ist das Online-Portal der monatlich erscheinenden Zeitschrift OMNIBUSREVUE aus dem Verlag Heinrich Vogel, die sich an Verkehrsunternehmen bzw. Busunternehmer und Reiseveranstalter in Deutschland, Österreich und der Schweiz richtet. Sie berichtet über Trends, verkehrspolitische und rechtliche Themen sowie Neuigkeiten aus den Bereichen Management, Technik, Touristik und Handel.