Seit Anfang Februar informieren die Anzeigen an den Haltestellen in Augsburg deutlich genauer als bislang über die Ankunft des nächsten Busses und der nächsten Tram. Dafür wurden sämtliche Fahrzeuge mit der von Navigationssystemen her bekannten GPS-Technik ausgestattet, die Funkkontakt zum Satelliten ermöglicht. Die Umstellung auf die Satelliten-Technik bei den Augsburger Stadtwerken ist Teil der bayernweiten „DEFAS“-Telematik-Initiative des Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, die neue Maßstäbe im Personennahverkehr mit Hilfe modernster Kommunikationstechnik setzt. Dabei fördert der Staat die Zug um Zug für ganz Bayern vorgesehene GPS-Technik mit rund 85 Prozent der Kosten. Bei den Stadtwerken Augsburg fallen für die Einführung Gesamtinvestitionen von etwa 3,5 Millionen Euro an. Über Satelliten-Signale werden die Standorte der mit GPS (Global Positioning System) ausgerüsteten Fahrzeuge (96 Busse und 85 Straßenbahnen) bestimmt und an den Rechner in der Verkehrsleitstelle übertragen. Aus den übermittelten Positionen errechnet der Computer dann die Ankunftszeiten der Fahrzeuge an den Haltestellen. Die Echtzeit-Daten erscheinen fast unmittelbar auf den optischen Anzeigen. Da das elektronische Leitsystem alle Betriebszustände erfasst und durch einen permanenten Soll/Ist-Vergleich die aktuelle Fahrplanlage erkennt, können künftig auch die Anschlussverbindungen deutlich besser sichergestellt werden.
Fahrgast-Info vom Satelliten
Stadtwerke Augsburg rüsten Busse und Straßenbahnen um